Charly (Bildmitte) und Marvin (li.) mit einem Mitarbeiter der Dachbaukunst Quedlinburg GmbH auf der Baustelle in Schönebeck.
Handwerkskammer Magdeburg
Charly (Bildmitte) und Marvin (li.) mit einem Mitarbeiter der Dachbaukunst Quedlinburg GmbH auf der Baustelle in Schönebeck.

Die Rekordpraktikanten in Sachsen-Anhalt

Der Traum vieler Schulabsolventen: die Schule hinter sich lassen, auf Reisen gehen, zwanglos berufliche Interessen entdecken. Genau das bietet das Handwerk den zwei frisch gebackenen Abiturienten Charlotte „Charly“ aus Flensburg und Marvin aus Hamburg.

Als „Rekordpraktikanten“ lernen sie auf einem Roadtrip quer durch Deutschland 44 Handwerksberufe in nur 150 Tagen kennen. Ihr Ziel: Sich ausprobieren, das Handwerk erleben und die Vielfalt der Gewerke mit ihren Altersgenossen teilen. Der Startschuss der Aktion fiel am 1. August 2017 in Hamburg, seitdem sind Charly und Marvin in Deutschland unterwegs. Die beiden posten dabei täglich auf ihrem gemeinsamen Facebook - und Instagram -Kanal und geben authentische Einblicke in die Welt des Handwerks.

Ihr 21. Praktikum absolvierten die „Rekordpraktikanten“ in Sachsen-Anhalt bei der Dachbaukunst Quedlinburg GmbH und lernten das Dachklempner-Handwerk kennen. „Das war wieder ein Beruf, von dem ich vorher noch nichts gehört hatte“, sagt Charly. Auf der aktuellen Baustelle in Schönebeck ging es für die beiden aufs Dach des Industriemuseums, zumindest solange, bis Sturmtief „Xavier“ das Gerüst ordentlich zum Wackeln brachte. Von der Arbeitsvorbereitung (Bleche zuschneiden) bis hin zur Eindeckung des Museumsdaches mit bisher unbekannten Werkzeugen, wie einem „Falzschließer“, konnten die beiden mit anpacken. Das Team, allem voran Geschäftsführer Norbert Augner, nahmen die beiden unter ihre Fittiche. Höhenangst kennen die beiden Rekordpraktikanten zum Glück nicht. Nach Sturm und Kälte freut sich insbesondere Charly darauf, wieder einmal ein Indoor-Praktikum absolvieren zu können.

Nur zwei Tage bleiben die „Rekordpraktikanten“ in einem Betrieb, dann müssen sie weiter mit ihrem „Praktikanten-Mobil“ von MAN. Eine herzliche Einladung für ein Folgepraktikum gab es dann aber noch von Norbert Augner: „Ihr könnt gern wiederkommen!“

Welcher Beruf als nächstes auf sie wartet, erfahren sie immer erst kurz vorher. Vielleicht Buchbinder/-in, Müller/-in, Orgelbauer/-in, Büchsenmacher/-in oder Zerspanungsmechaniker/-in?

Weitere Informationen und die bisherige Route der „Rekordpraktikanten" stehen unter handwerk.de/rekordpraktikanten zur Verfügung.