Gericht stoppt Weiterbau der A 14

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht am 8. Januar 2014 den Weiterbau der Autobahn 14 zwischen Colbitz und Dolle vorerst gestoppt hat, fordert die Handwerkskammer Magdeburg, das Projekt unter den gegebenen Umständen schnellstmöglich voranzubringen.

„Das heutige Urteil ist eine schlechte Nachricht für das Handwerk im Norden von Sachsen-Anhalt“, sagte Handwerkskammer-Präsident Hagen Mauer. Die Autobahn-Lücke in der Altmark sei ein klarer Standortnachteil. Eine gute Infrastruktur sei lebenswichtig für die Wirtschaft, nicht nur im Hinblick auf die Kunden, sondern auch in Anbetracht des zunehmenden Fachkräftemangels.

Hagen Mauer forderte, die Zeit nun nicht mit Schuldzuweisungen zu vergeuden, sondern die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Die Fertigstellung der Autobahn von Magdeburg bis Stendal wird sich laut Verkehrsministerium nun um ein Jahr verzögern. „Ein Jahr ist eine lange Zeit und kostet viel Geld. Eine weitere Verzögerung darf es nicht geben“, so der Handwerkskammer-Präsident.

Die Verzögerungstaktik des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der gegen die Autobahn 14 klagt, ist vielen ein Dorn im Auge. Der Landesverband Verkehrsgewerbe, das Bürgerbündnis Altmark und die IHK Magdeburg riefen deshalb zu einer Mahnwache unter dem Motto „Lückenschluss A14 - Jetzt!“ vor der BUND-Landesgeschäftsstelle in Magdeburg auf.

Der Einladung folgten Politiker und Unternehmer, auch aus dem Handwerk - u. a. Andreas Bosse von der Stendaler Landbäcker GmbH, Peter Wangler von der Brand & Wangler Kran- und Transport GmbH sowie Bodo Moritz und Bernhard Brauer von der Kreishandwerkerschaft Altmark. „Wir unterstützen diese Mahnwache ausdrücklich“, sagte Handwerkskammer- Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe. Das Handwerk brauche eine vernünftige Infrastruktur. (ag)