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Hochwasser 2017

Das Hochwasser hat nach heftigem Dauerregen in verschiedenen Regionen des Harzes erhebliche Schäden angerichtet. Handwerksunternehmen, die vom Hochwasser Ende Juli 2017 betroffen sind, sollten sich bitte umgehend bei ihrer zuständigen Handwerkskammer melden (Ansprechpartner siehe rechts). Sie werden registriert, um bei eventuellen Hilfen durch das Land Sacshen-Anhalt schnell reagieren zu können.

Im Downloadbereich finden Sie eine Checkliste, was bei deratigen Katastrophen zu beachten ist.

Hier noch die Termine der nächsten Sprechtage der Betriebsberater der Handwerkskammer Magdeburg in den Harzregionen:

22.08.2017
Kreishandwerkerschaft Harz-Bode
Geschäftsstelle Halberstadt
Otto-Spielmann-Str. 2, 38820 Halberstadt
Anmeldung: 0391 6268-276

07.09.2017
Kreishandwerkerschaft Harz-Bode
Harzweg 32, 06484 Quedlinburg
Anmeldung: 0391 6268-153

19.09.2017
Kreishandwerkerschaft Wernigerode
Teichdamm 6, 38855 Wernigerode
Anmeldung: 0391 6268-153



Landeskabinett beschließt Sofortmaßnamen nach Hochwasser im Harz

Unter der Leitung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat das Kabinett ein Maßnahmenpaket nach den jüngsten Wetterereignissen beschlossen. „Auch wenn Sachsen-Anhalt bei dem jüngsten Starkregen nicht flächendeckend betroffen war, sind die Auswirkungen für die Betroffenen und die Kommunen doch gravierend“, so der Ministerpräsident. „Dennoch sollten die Ereignisse eine dringende Mahnung sein für jeden Hausbesitzer, eine Elementarschadensversicherung abzuschließen. Jetzt sollte es jeder begriffen haben.“

Für den Harz sind u.a. folgende Entscheidungen getroffen worden: 

  • steuerliche Soforthilfemaßnahmen, vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeministeriums der Finanzen (siehe unten)
  • Hilfe für die Kommunen durch Bedarfszuweisungen aus dem Ausgleichsstock.
  • Nutzung von Förderprogrammen zur Schadensminderung.
  • Einführung einer einmaligen Soforthilfe als Billigkeitslösung in Höhe von 500 € pro Person, höchstens 2.500 € pro Haushalt bei einer Schadenshöhe von mindestens 5.000 € für vom Hochwasser betroffene Privathaushalte.

 

Landesregierung weitet Hochwasserhilfen aus

Die Landesregierung hat die Richtlinie über die Gewährung von Soforthilfen zur Unterstützung der durch das Hochwasserereignis in Folge der Regenfälle vom 24. bis 26. Juli 2017 im Landkreis Harz direkt betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner des Landes Sachsen-Anhalt bestätigt. Die Richtlinie über die Gewährung von Soforthilfe im Harz liegt ab heute vor.

Die Zustimmung des Kabinetts erfolgte mit der Maßgabe, dass diese Richtlinie auch auf die von den Unwetterereignissen  am 19. und 20. Mai 2017 unmittelbar betroffenen Privathaushalte von Sachsen-Anhalt Anwendung findet.

Anträge können bei den entsprechenden Landkreisen eingereicht werden. 



Steuerliche Hilfen für Unwetter-Geschädigte

Finanzminister André Schröder hat am 8. August sofortige steuerliche Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen des Unwetters Ende Juli 2017 verfügt.

Durch die massiven Regenfälle zwischen dem 24. und 26. Juli 2017 und die damit verbundenen Überschwemmungen sind in weiten Teilen des Landkreises Harz beträchtliche Schäden entstanden. Die Beseitigung dieser Schäden wird bei vielen Bürgern und Unternehmen zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Um den Betroffenen möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen, hat das Finanzministerium, vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesministeriums der Finanzen, steuerliche Sofort-Hilfsmaßnahmen beschlossen.

Zu diesen Hilfsmaßnahmen gehören zum Beispiel:

  • Betroffene können ihre bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern bis zum 30.11.2017 auf Antrag stunden lassen.
  • Wenn Betroffene von Vollstreckungsmaßnahmen bedroht sind, sollen diese bis 30.11.2017 nicht umgesetzt werden, ohne dass weitere Säumniszuschläge anfallen.
  • Wer für Unwetter-Betroffene spendet, kann dies durch einfachen Bareinzahlungsbeleg oder Buchungsbestätigung (z. B. Kontoauszug) nachweisen und steuerlich vergünstigend geltend machen.
  • Sind die Buchführungsunterlagen oder sonstige Aufzeichnungen durch das Unwetter/Hochwasser verloren gegangen, sollen dem Betroffenen daraus keine steuerlichen Nachteile entstehen.
  • Aufwendungen zur Beseitigung der Unwetterschäden an Grund und Boden sowie Aufwendungen zur Wiederherstellung von Hofbefestigungen und Wirtschaftswegen können sofort als Betriebsausgaben abgezogen werden.
  • Landwirte erhalten steuerliche Vergünstigungen, wenn sie durch das Unwetter/Hochwasser Ernte-Ausfälle zu beklagen haben.
  • Für die Beseitigung von Schäden an vermieteten Gebäuden gelten Nachweiserleichterungen.
  • Müssen Betroffene neuen Hausrat und/oder Kleidung kaufen oder Schäden am eigenen selbstgenutzten Haus reparieren, können die Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden.

Der vollständige Maßnahmenkatalog ist auf der Internetseite des Finanzministeriums eingestellt:

Der Finanzminister empfiehlt den Betroffenen, sich bei Fragen zu konkreten steuerlichen Hilfsmaßnahmen mit ihrem Finanzamt in Verbindung zu setzen.

(Quelle: Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt)

Cornelia Strümpel
Sekretariat Betriebsberatung/Unternehmensförderung

Tel. 0391 6268-243
Fax 0391 6268-110
cstruempel--at--hwk-magdeburg.de

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