IT-Sicherheit in neuen Zeiten der Digitalisierung

Individuelle Produkte mit der Losgröße 1, Maschinen, die selbständig Informationen austauschen und verarbeiten, sowie Computer, die alles steuern – die zunehmende Digitalisierung wirtschaftlicher und auch anderer gesellschaftlicher Bereiche ist nicht mehr aufzuhalten. Medien berichten hier fast täglich über neue Produkte, Technologien oder Geschäftsmodelle. Die zunehmende Vernetzung von Geräten und Maschinen eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten, sondern ist auch mit neuen wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen verbunden, die es insbesondere auf dem Gebiet der IT-Sicherheit zu meistern gilt. Viele Fachleute sind hier der Meinung, dass bei neuen Entwicklungen oft die gleichen Fehler in Bezug auf die IT-Sicherheit gemacht werden, wie sie in den Anfangsjahren der Programmierung von Software aufgetreten sind. Viren, Trojaner bis hin zu Hacker-Angriffen sind nichts Neues, aber heute haben wir es in diesem Umfeld mit wirtschaftlichen Interessen zu tun. Dabei sollte keine Panikmache betrieben werden. Vielmehr müsste die aktuelle Bedrohungslage analysiert und mit treffenden Maßnahmen angepasst werden, um den technologischen Fortschritt genießen zu können.

In der Produktions-IT ergeben sich mögliche Bedrohungen z. B. auf Basis folgender Rahmenbedingungen:



Das IT-Infrastruktur-Schema zeigt, an welchen Schnittstellen sich sowohl Bedrohungen als auch Handlungsfelder mit Sicht auf die IT-Sicherheit in einer Produktionsumgebung ableiten lassen.
Grafik: Roland Hallau / Gafikelement © fotohansel - Fotolia.com
Das IT-Infrastruktur-Schema zeigt, an welchen Schnittstellen sich sowohl Bedrohungen als auch Handlungsfelder mit Sicht auf die IT-Sicherheit in einer Produktionsumgebung ableiten lassen.



  • Vernetzung der Maschinen und Anlagen (LAN, WLAN)
  • Nutzung klassischer IT-Technik (Netzwerkprotokolle, Betriebssysteme usw.)
  • Anbindung an die Office-IT und/oder das Internet
  • Einsatz eigener Mitarbeiter oder externer Dienstleister für Service-Arbeiten, die sich lokal an die Systeme anschließen.
  • Service-Techniker, die über das Internet Wartungsarbeiten durchführen

Mögliche Bedrohungen selbst sind z. B.:

  • Angriffe von innen und außen (Sabotage, Spionage, Wirtschaftskriminalität)
  • unbeabsichtigte Fehlbedienungen durch Mitarbeiter und Dienstleister
  • Schadsoftware
  • technische Defekte

Unzureichende IT-Sicherheitsmaßnahmen können beispielsweise einen Image-Schaden, den Verlust von Daten oder Knowhow oder sogar einen kompletten Produktionsausfall zur Folge haben. Spätestens bei der Antwort auf die Frage, wie lange sich ein Unternehmen solche gravierenden Störungen in seiner Wertschöpfungskette leisten kann, wird deutlich, dass man sich den Herausforderungen der IT-Sicherheit stellen muss und ein kontinuierliches Handeln erforderlich ist.

Die Mittelstand 4.0.-Agentur Prozesse ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0-Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ und unterstützt hier Mittelstand und Handwerk bei der Digitalisierung und Vernetzung ihrer Prozesse sowie der Einführung von Industrie 4.0-Anwendungen. Ein Themenfeld stellt dabei die IT-Sicherheit dar, wobei insbesondere die Produktions-IT eine Rolle spielt. Die Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern sowie Verbänden bilden das Fundament für eine erfolgreiche Arbeit.

Kontakt
Roland Hallau, Projektleiter Mittelstand 4.0-Agentur Prozesse
c/o tti Technologietransfer und Innovationsförderung Magdeburg GmbH
Bruno-Wille-Straße 9, 39108 Magdeburg

Tel.: 0391 74435-24
E-Mail: rhallau@tti-md.de
Internet: www.prozesse-mittelstand.digital/