Nach der Landtagswahl 2016

Forderungen des Handwerks

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt ruft das Handwerk die Parteien dazu auf, schnell eine Koalition zu bilden. „Wir brauchen rasch klare Verhältnisse und eine verlässliche Wirtschaftspolitik. Einen langen Stillstand können wir uns nicht leisten“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg, Burghard Grupe, heute in Magdeburg.

Grupe warnte vor persönlichen Auseinandersetzungen und Schlammschlachten im künftigen Landtag. „Es darf kein Imageschaden für den Wirtschaftsstandort entstehen. Alle gewählten Politiker müssen verantwortungsvoll und lösungsorientiert handeln“, so der Hauptgeschäftsführer.

Grupe fordert die neue Regierung auf, eine Meistergründungsprämie einzuführen, um Betriebsübernahmen zu erleichtern und Impulse für nachhaltiges Gründer- und Unternehmertum zu setzen.

Dringend erforderlich seien außerdem Maßnahmen zur Entbürokratisierung. „Für kleine und mittlere Betriebe im Handwerk ist der Bürokratieaufwand kaum noch zu stemmen und bremst nachhaltig die Investitions- und Innovationskraft des Mittestands“, so Burghard Grupe.

In Sachsen-Anhalt ist in den vergangenen 25 Jahren ein starkes Handwerk entstanden. Landesweit gibt es fast 29.000 Handwerksbetriebe, rund 182.000 Männer und Frauen arbeiten im Handwerk. Damit ist jeder sechste Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im Handwerk tätig. Die Handwerkskammer Magdeburg fordert von der kommenden Landesregierung eine Stärkung und Förderung der anerkannten Leistungen der hiesigen Handwerksbetriebe.