Rentenversicherung für Handwerker

Neue Meldepflicht seit 1. April 2018

Wer sich als Meister in einem zulassungspflichtigen Handwerk selbständig macht, ist in der gesetzlichen Rentenkasse pflichtversichert. Über die Eintragung in die Handwerksrolle erfahren die Rentenversicherungsträger von der Betriebsgründung und melden den Handwerksmeister an. Voraussetzung für die Versicherungspflicht ist jedoch ein Befähigungsnachweis für das Führen eines eigenen Unternehmens - ein Meistertitel.

Es ist auch möglich, einen Betrieb ohne Meistertitel in einem zulassungspflichtigen Handwerk zu gründen. In diesen Fällen muss jedoch ein Mitarbeiter mit dieser Befähigung beschäftigt werden. Probleme gab es in der Vergangenheit, wenn der Betriebsinhaber den Befähigungsnachweis im Nachhinein erwarb. Denn das wird nicht automatisch in der Handwerksrolle vermerkt. Das hatte bislang zufolge, dass die dadurch eintretende Versicherungspflicht teils erst deutlich später auffiel und hohe Beitragsnachzahlungen fällig wurden. Dasselbe Problem ergab sich auch bei der Fortführung eines handwerklichen Nebenbetriebs als Hauptbetrieb.

Ab April müssen Betriebsinhaber derartige Betriebsänderungen sowie ihren nachträglichen Erwerb eines Befähigungsnachweises dem zuständigen Rentenversicherungsträger melden. Andernfalls droht ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro.

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