Schwarzarbeit muss zentral bekämpft werden

In den Umfragen der Handwerkskammern Halle und Magdeburg bleibt die Schwarzarbeit eines der wesentlichen Hemmnisse des Handwerks. „Der Rückgang der Nennungen dieses Problems durch die Betriebe ist nicht nur mit einem Zurückgehen der Schwarzarbeit zu erklären. Vielmehr sind die meisten Betriebe im derzeitigen Konjunkturhoch stark ausgelastet“, sagte Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, am 14. Februar auf der „mitteldeutschen handwerksmesse“ in Leipzig am Rande einer gemeinsamen Tagung der Vorstände der Handwerkskammern Magdeburg und Halle mit dem Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann. 

„Wenn die Konjunkturwerte zurückgehen, wird das Problem wieder stärker wahrgenommen. Wir erhalten unsere Forderung daher aufrecht – das Land Sachsen-Anhalt muss eine zentrale Stelle zur Bekämpfung der Schwarzarbeit schaffen. Das ist auch eine Form der Handwerksförderung“, erläuterte Hagen Mauer, Präsident der Handwerkskammer Magdeburg. So erhofft das Handwerk, die derzeit nicht immer konsequente Verfolgung unerlaubter Handwerksausübung zu verbessern. 

Als ein nachahmenswertes Beispiel für Handwerksförderung betrachtet das Handwerk die von der Landesregierung befürwortete Meistergründungsprämie, die noch in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt wirksam werden soll.

Peter Schrank
Abteilungsleiter Rechtsangelegenheiten/ Handwerksrolle

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