Studie zur Berufsschulsituation gestartet

Nicht immer ist die Berufsschule nah. So fährt nach einer Erhebung der sachsen-anhaltischen Industrie- und Handelskammern (IHKn) jeder siebte Auszubildende im ersten Lehrjahr je Schultag mehr als zwei Stunden hin und zurück. Um die Lage zu verbessern, hat die Wirtschaft im Land jetzt eine umfangreiche Untersuchung zu den insgesamt knapp 200 Berufsschulstandorten innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen gestartet.

Die Handwerkskammern sowie die Industrie- und Handelskammern Halle (Saale) und Magdeburg haben damit die isw Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung mbH beauftragt. Das hallesche Institut holt dazu bei allen 6.800 Ausbildungsunternehmen im Land Informationen zu deren rund 23.500 Azubis ein.

Diese Vollerhebung ist zweifelsohne aufwendig - aber nötig, wenn wir die Lage tatsächlich verbessern wollen", erklärt Burghard Grupe, Hauptgsechäftsführer der Handwerkskamer Magdeburg. Zwar mussten bisher schon alle Ausbildungsverhältnisse bei Handwerkskammern oder IHKn registriert werden, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Grupe betont: "Ohne die aktualisierten Daten bekommen wir keine verlässliche Bestandsaufnahme, von einer besseren Planung in der Zukunft ganz zu schweigen."

Die Erhebung laufe noch in den kommenden zwei bis drei Wochen, die Ergebnisse werden dann im Mai 2018 vorgestellt. "So arbeiten die vier gewerblichen Kammern vereint darauf hin, die Berufsschulangebote im Land zu optimieren", sagt Grupe. !Wir werden dann genau wissen, wo es klemmt und was konkret dagegen zu tun ist."