(v.l.) Thomas Krone, Schutzgitteranlagen in Grieben, (3.v.l.) Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann, Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe und Kreishandwerksmeister Norbert Nieder
Handwerkskammer Magdeburg
(v.l.) Thomas Krone, Schutzgitteranlagen in Grieben, (3.v.l.) Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann, Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe und Kreishandwerksmeister Norbert Nieder

Willingmann in der Altmark

Wirtschaftsminister besuchte Handwerksbetriebe.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister, Prof. Dr. Armin Willingmann, war gemeinsam mit dem Präsidenten der Handwerkskammer Magdeburg, Hagen Mauer, und Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer, Burghard Grupe, zu Gast beim Handwerk im Landkreis Stendal. Besucht wurden: Schutzgitteranlagen Krone in Grieben, Wärmetechnik Kurze GmbH in Stendal und die Kreishandwerkerschaft Altmark.

Alle Handwerker berichteten anschaulich, wo der Schuh drückt und welche Steine aus dem Weg geschafft werden müssen. Als große Hürde wird noch immer der schleppende Breitbandausbau in der Altmark genannt. „Teilweise fahren wir zu unseren privaten Wohngrundstücken, um die Daten versenden zu können“, schilderten Thomas Krone und Katrin Schmidt aus Grieben. Dass dies kein tragbarer Zustand für den Wirtschaftsstandort sei, bestätigte auch der Wirtschaftsminister.

„Hier muss sich etwas ändern“, hielt Hagen Mauer fest. Die Liste der Herausforderungen im Handwerk bleibt lang, sei es die Unternehmensnachfolge, die Außenwirtschaft im Handwerk, die Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge oder der Rundfunkbeitrag. Kreishandwerksmeister Norbert Nieder bringt es beim Thema Verkehrsinfrastruktur in der Altmark auf den Punkt und freut sich darüber, dass alle Beteiligten überhaupt in die Altmark gefunden hätten: „Schließlich gibt es noch keine A14“.

Der Schuh drückt auch beim Akademisierungswahn. Die Mehrzahl der Jugendlichen will studieren, obwohl sie vielleicht im Handwerk eher ihre Erfüllung finden würden. Ein Umdenken und viel Arbeit stehen hier vor Handwerk und Politik. Der Minister setzt unter anderem auf die Berater an den Hochschulen, die bei Problemen im Studium nicht einfach nur einen neuen Studiengang empfehlen sollten.

Auch beim Thema Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge scheint es Hoffnung zu geben. „Diese sollte abgeschaff t werden“, bestätigte Willingmann. Der Landtag hat dazu bereits einen Beschluss gefasst und die Landesregierung beauftragt, um eine Mehrheit im Bundesrat zu werben. Dieses und die anderen Themen will er weiter voranbringen. (akg)

Handwerker sprechen Tacheles.
Handwerkskammer Magdeburg
Handwerker sprechen Tacheles.



Gespräche in der Kreishandwerkerschaft Altmark
Handwerkskammer Magdeburg
Gespräche in der Kreishandwerkerschaft Altmark