Freuten sich über die Förderung der Eisleber Stadtbibliothek (v.l.): Jutta Fischer, Oberbürgermeisterin Eisleben, Britta Grahneis, Vorstandsmitglied HWK Halle, Cornelia Jauernik, Leiterin Eisleber Stadtbibliothek, Prof. Thomas Brockmeier, HGF IHK Halle-Dessau
Handwerkskammer Halle (Saale)
Freuten sich über die Förderung der Eisleber Stadtbibliothek (v.l.): Jutta Fischer, Oberbürgermeisterin Eisleben, Britta Grahneis, Vorstandsmitglied HWK Halle, Cornelia Jauernik, Leiterin Eisleber Stadtbibliothek, Prof. Thomas Brockmeier, HGF IHK Halle-Dessau

Bibliothekspreis geht nach Eisleben

Das gute Konzept überzeugte die Jury.

Technothek lautete das Schlagwort, das Cornelia Jauernik und ihr Team zum Erfolg führte.  Für ihren unter diesem Titel eingereichten Beitrag erhielt die Leiterin der Stadtbibliothek Eisleben vor kurzem den Bibliothekspreis der mittelständischen Wirtschaft Sachsen-Anhalt 2018. Stellvertretend für alle am Projekt beteiligten Kollegen nahm Cornelia Jauernik den mit 5.000 Euro dotierten Preis in den Räumen der Bibliothek entgegen.

Mit einem Konzept zum Ausbau der sogenannten Technothek, die dazu geschaffen wurde, junge Menschen unter starker Einbindung der Felder Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik an die Wirtschaft heranzuführen, hatten die Eisleber die Jury überzeugt. Das Thema des Wettbewerbes, der alle zwei Jahre von den Handwerkskammern Halle und Magdeburg sowie von den Industrie- und Handelskammern Halle-Dessau und Magdeburg veranstaltet wird, lautete dieses Mal „Wirtschaft und Unternehmertum in Sachsen-Anhalt – Beitrag der Bibliotheken zur Profilierung“.

Britta Grahneis, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Halle, erklärte: „Der Wirtschaft in unserem Land gehen die Fachkräfte aus. Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs und sehen uns in der Verantwortung für unsere Mitglieder. Deshalb fördern wir innovative Konzepte, die auf die gegenwärtigen Herausforderungen im Bildungswesen reagieren, mögliche zukünftige Entwicklungen einbeziehen oder gar mit beeinflussen und die Aspekte des lebenslangen Lernens besonders berücksichtigen.“

Neun Bibliotheken hatten sich in diesem Jahr dem Wettbewerb gestellt, darunter große Einrichtungen mit fast einer Million Entleihungen im Jahr, aber auch kleine mit gerade einmal 1000 Entleihungen. Die Jury, bestehend aus Vertretern aller Kammern sowie des Bibliotheksverbandes Sachsen-Anhalt, entschied sich für das Technothek-Konzept. In dessen Rahmen sollen unter anderem  Kindergartenkinder an Naturwissenschaften herangeführt werden. Auch Schulen sollen mit eingebunden werden. „Wir planen außerdem eine Reparaturwerkstatt, um das Thema Nachhaltigkeit aufzugreifen, und um jungen Leuten zu zeigen, dass nicht alles in die Tonne muss“, berichtete Cornelia Jauernik. Dafür wird das Team der Bibliothek mit dem regionalen Club der Alten Meister zusammenarbeiten. Das geplante Projekt ist nicht die erste Kooperation der Bibliothek mit den Handwerkern im Ruhestand, die sich im Mansfelder Land schon lange als Verein engagieren. „Es ist immer schön, mit den Handwerkern zu arbeiten“, lobte Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer.