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Handwerkskammer Magdeburg

Die Vollversammlung fordert: Betroffene Betriebe jetzt unterstützen

und die Wirtschaft langfristig entlasten

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Magdeburg fordert kurzfristige Unterstützung für vom Teil-Lockdown betroffene Handwerksunternehmen und langfristige Entlastungen für die Wirtschaft. 

„Für viele Betriebe, die unmittelbar oder mittelbar von den nun verlängerten Regelungen betroffen sind, verschärft sich die Lage zusehends: Das gilt etwa für die Lebensmittelhandwerker mit angeschlossener Gastronomie, für Messe- und Ladenbauer, für in Gastronomie und Hotellerie tätige Textil- und Gebäudereiniger, für Privatbrauer, für Veranstaltungsfotografen oder etwa auch für Kreativhandwerker, die bislang vom Marktgeschäft lebten. Viele dieser Betriebe erwirtschaften gerade in der Weihnachtszeit ihre besten Umsätze“, sagte Präsident Hagen Mauer in Magdeburg. 

Auch wenn das Handwerk an vielen Stellen sehr gut durch die Krise gekommen sei, hinterlasse Corona tiefe Einschnitte in der Wirtschaft und große Lücken im Haushalt. „Die große Frage für das kommende Wahljahr 2021 wird sein, wie die Wirtschaft wieder gestärkt und der Haushalt aufgefüllt werden kann. Wir stehen vor großen Herausforderungen“, so Mauer. Für das Wahljahr 2021 sei es entscheidend, Planungssicherheit für die Wirtschaft zu schaffen und Schwerpunkte richtig zu setzen. Statt zusätzlicher Belastungen müssten gezielte Entlastungen her, die die Wirtschaftskraft des Landes stärkten. 

Viele Handwerksbetriebe hätten sich als stabilisierende Säule der Wirtschaft gezeigt, an ihren Mitarbeitern festgehalten und sich weiterentwickelt. „Das Handwerk beweist durch meisterliche Ausbildung und Betriebsführung Stärke und Resilienz, was nicht nur in den ländlichen Regionen eine enorme Wirtschaftskraft mit Wachstumspotenzial darstellt“, so der Präsident. 

„Wir appellieren an die Parteien des Landes, auch in der nächsten Legislaturperiode die Meisterqualifikation zu unterstützen. Mit der Meistergründungsprämie wurden bereits zahlreiche Gründungen und Nachfolgen im Handwerk gefördert. Mit der Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken kann das Potenzial an gut aufgestellten Handwerksunternehmen in Sachsen-Anhalt weiterhin gestärkt werden.“