Coronavirus und Kosten
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Einigung zwischen Bund und Ländern zu Corona-Härtefallhilfen

Härtefallfonds als Ergänzung zu Überbrückungshilfe III geplant.

Bund und Länder wollen mit den Härtefallhilfen Unternehmen und Selbstständige unterstützen, die bislang durch das Raster der Corona-Hilfen fielen, aber förderwürdige Fixkosten aufweisen und die wirtschaftliche Not eindeutig durch die Corona-Pandemie bedingt wurde. Dafür werden 2021 insgesamt 1,5 Mrd. € bereit gestellt, die je zur Hälfte vom Bund und dem betreffenden Land getragen werden sollen.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen und Selbstständige, die eine Corona-bedingte erhebliche finanzielle Härte erlitten haben. Diese liegt insbesondere vor, wenn Unternehmen außerordentliche Belastungen zu tragen haben, die absehbar ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen. Die Entscheidung, ob eine solche Härte vorliegt, treffen die Länder in eigener Regie unter Billigkeitsgesichtspunkten. Es können mit der Härtefallhilfe solche Härten abgemildert werden, die im Zeitraum 1. März 2020 bis 30. Juni 2021 entstanden sind. Die Härtefallhilfen sind wie die Überbrückungshilfen grundsätzlich durch prüfende Dritte (Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer) zu beantragen.

Die Höhe der Unterstützungsleistung richtet sich nach der Corona-bedingten bisher nicht ausgeglichenen Belastung. Sie orientiert sich grundsätzlich an den förderfähigen Tatbeständen der bisherigen Unternehmenshilfen des Bundes, d. h. insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. In Abhängigkeit von der Belastung sollte die Härtefallhilfe im Förderzeitraum im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.

Weitere Hinweise finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie derSteuerberaterkammer Sachsen-Anhalt.

Sobald konkrete Antragsinformationen für Sachsen-Anhalt vorliegen, weisen wir auf unserer Webseite darauf hin.