Zwei Kellner mit Gesichtsmasken
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Ermäßigung des Umsatzsteuersatzes auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen

Antworten des BMF auf offene Fragen des ZdH.

Gastronomische Betriebe sind besonders schwer und langanhaltend von der COVID-19-Pandemie betroffen. Um diese Unternehmen wirtschaftlich zu unterstützen, hat der Gesetzgeber beschlossen, die befristete Anwendung des ermäßigten Steuersatzes auf Restaurant-und Verpflegungsdienstleistungen, mit Ausnahme der Abgabe von Getränken, bis zum 31. Dezember 2022 zu verlängern.

Der Zentralverband des Handwerks (ZDH) hatte sich gemeinsam mit dem DIHK mit Schreiben vom 02.06.2020 und 26.02.2021 bezüglich offener Fragen zum temporär geltenden ermäßigten Umsatzsteuersatz auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen an das Bundesfinanzministerium (BMF) gewandt. Das BMF hat mit Schreiben vom 07.04.2021 (siehe Download) die gestellten Fragen beantwortet.

Auf folgende Punkte möchten wir in diesem Zusammenhang hinweisen:

  • Kombi Angebote aus Speisen und Getränken zum Pauschalpreis: Es wird von der Finanzverwaltung nicht beanstandet, wenn der Getränkeanteil mit 30 % des Pauschalpreises angesetzt wird.

  • Getränke mit Speiseanteil/Abgrenzung zwischen Speisen und Getränken: In der Regel kann eine ermäßigt besteuerte Speise angenommen werden (Hinweis: Es könnte hilfreich sein, diese Produkte in der Karte bei den Speisen aufzuführen).
  • Partyservice/Catering: Die Gestellung von Geschirr und Personal ist Teil der ermäßigt besteuerten Verpflegungsdienstleistung (Hinweis: Im Einzelfall kann möglicherweise ein Anteil auf normal besteuerte Getränke entfallen).

  • Gutscheine, die zwischen dem 01.07.2020 und dem 31.12.2022 ausgegeben werden, sind Mehrzweckgutscheine, wenn sie sich nicht explizit nur auf Speisen oder nur auf Getränke beziehen.

  • Die Finanzverwaltung plant, die umsatzsteuerlichen Pauschbeträge für den Eigenverbrauch für das 2. Halbjahr 2021 an den ermäßigten Umsatzsteuersatz anzupassen.