Handwerkskammer verweist auf Umstellungsaufwand bei Mehrwertsteuersenkung und fordert Fahrplan für Ausbildungsprämie

Mitteilung an die Medien

Die Bundesregierung bringt das Corona-Konjunkturpaket Stück für Stück auf den Weg. Heute steht unter anderem die Mehrwertsteuersenkung auf der Tagesordnung, die ab 1. Juli greifen soll. 

„Von einer steigenden privaten Nachfrage würden auch unsere Handwerksbetriebe profitieren, was wir sehr begrüßen. Dennoch ist diese kurzfristige, temporäre Reduzierung in jedem Fall mit beträchtlichem Umstellungsaufwand hinsichtlich Verträgen, Preisangaben, Abrechnungs-, Buchhaltungs- und Warenwirtschaftssystemen verbunden, was den positiven Effekten entgegenwirken könnte. Zudem greift sie nicht bei Produkten mit einer Herstellungsdauer von mehr als einem halben Jahr, zum Beispiel bei Bauwerken, unbeschadet des gleichwohl erforderlichen Umstellungsaufwands. Wir befürchten eine zusätzliche bürokratische Belastung“, sagt Burghard Grupe und fordert Vereinfachungsregeln und eine längere Laufzeit der Maßnahme. 

Klarheit und Tempo fordert die Handwerkskammer Magdeburg in Hinblick auf die in Aussicht gestellte Ausbildungsprämie. Diejenigen Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot nicht verringern, sollen eine Prämie in Höhe von 2000 Euro erhalten; diejenigen, die das Ausbildungsplatzangebot ausweiten, sogar 3000 Euro. „Dass die Ausbildungsleistung der Unternehmen honoriert werden soll, ist ein wichtiges Signal. Ausbildung darf nicht auf der Strecke bleiben. In den vergangenen Tagen haben viele Ausbildungsbetriebe wegen der Prämie bei uns nachgefragt. Am 1. August beginnt das neue Ausbildungsjahr, jetzt werden die Verträge geschlossen. Wir brauchen hier schnellstmöglich einen Fahrplan und keine zusätzliche Bürokratie, das gilt für alle angekündigten Maßnahmen“, sagt Burghard Grupe.

 

Anja Gildemeister
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