Zimmerermeister und Bautechniker Christian Lellau aus Osterwieck berichtete bei einer Beratung der beiden Handwerkskammern mit dem Ausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft des Landtags von Sachsen-Anhalt.
Handwerkskammer Magdeburg
Zimmerermeister und Bautechniker Christian Lellau aus Osterwieck berichtete bei einer Beratung der beiden Handwerkskammern mit dem Ausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft des Landtags von Sachsen-Anhalt.

Handwerkskammern fordern Änderung der Landesbauordnung

Beratung der Handwerkskammern mit dem Landtagsausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft

In den meisten alten Bundesländern sind auch Meister des Maurer- und Betonbauer- sowie des Zimmerer-Handwerks beziehungsweise staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Bautechnik eingeschränkt bauvorlagenberechtigt. In den neuen Bundesländern findet man in den Bauordnungen keine entsprechende Regelung.

Dabei sind Planungsleistungen in den relevanten Berufen Bestandteil der Meisterausbildung, die angehenden Meister sind hervorragend geschult. „Unsere Meister sind aufgrund ihrer hochqualifizierten Ausbildung in der Lage, entsprechende Objekte aus einer Hand zu planen und auszuführen. Sie sollten daher die gleichen Rechte und Bedingungen wie ihre Berufskollegen in den westdeutschen Bundesländern erhalten“, fordern die Präsidenten der Handwerkskammern Halle und Magdeburg, Thomas Keindorf und Hagen Mauer. 

Zimmerermeister und Bautechniker Christian Lellau aus Osterwieck berichtete dazu bei einer Beratung der beiden Handwerkskammern mit dem Ausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft des Landtags von Sachsen-Anhalt. Von ihm werde erwartet, dass er Fachwerkgebäude planen und standsicher bauen kann. Dabei müssten alle Vorschriften eingehalten werden. Nur den formalen Akt, den Bauantrag, darf er trotz meisterlicher Kenntnisse und zahlreicher Weiterbildungen nicht einreichen.

In Niedersachsen, fünf Kilometer von Lellaus Betriebsort entfernt, sieht es ganz anders aus. Hier werden seine Qualifikationen und Erfahrungen anerkannt. „Unter diesen Bedingungen fällt es mir schwer, gute Lehrlinge für meinen Berufsstand zu gewinnen. Mit einer Änderung der Landesbauordnung würde die berufliche Bildung aufgewertet und für den Nachwuchs attraktiver werden. Wenn wir nicht weiter Schlagzeilen wie ‚Zu wenig Handwerker für Baudenkmäler‘ oder ‚Fachkräftemangel im Handwerk‘ lesen wollen, muss dringend etwas unternommen werden“, sagte Christian Lellau.

Romy Meseberg
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