Coronavirus und Kosten
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Soforthilfe für Solo-Selbständige und Unternehmen bis 50 Mitarbeiter

Bis 31.05. beantragen - Handwerkskammer unterstützt bei Antragstellung

Die Covid 19-Pandemie hat insbesondere zu einer massiven Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz für Soloselbstständige, Angehörige freier Berufe und kleinerer Unternehmen geführt. Mit dem Programm "Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Die Corona-Soforthilfe" unterstützen der Bund und das Land Sachsen-Anhalt bei der Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen. Die Finanzhilfe soll zur Existenzsicherung und zur Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit dienen.

Das Gesamtvolumen der Zuschüsse beträgt insgesamt 150 Millionen Euro. Diese werden für Unternehmen gestaffelt als einmalige nicht rückzahlbare Leistung ausgezahlt:

Unternehmen mit

  • bis zu 5 Mitarbeitern erhalten bis zu 9.000 Euro,
  • 6 bis 10 Mitarbeitern bis zu 15.000 Euro,
  • 11 bis 25 Mitarbeitern bis zu 20.000 Euro,
  • 26 bis 50 Mitarbeitern bis zu 25.000 Euro.

Das Beraterteam der Handwerkskammer unterstützt Handwerksbetriebe bei der Antragstellung. Sie erreichen unser Team unter:   betriebsberatung@hwk-magdeburg.de und  0391 6268-243. Wir bündeln für Sie alle verfügbaren Kräfte, um Ihre Anträge schnellstmöglich auf den Weg zu bringen.   

Die Beantragung sowie Ausreichung der Zuschüsse erfolgen über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Eine Antragstellung ist bis zum 31. Mai 2020 zunächst per E-Mail an soforthilfe-corona@ib-lsa.de möglich, in Kürze auch digitalisiert als Online-Antrag. Die Hotline der Investitionsbank erreichen Sie unter  0391 5574 9796.

Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen und eine Deckung des fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach-und Finanzaufwands aus den fortlaufenden Einnahmen nicht mehr ermöglichen.

Geltend gemacht werden können laufende betriebliche Kosten wie z. B.

  • Mieten (für Produktionsstätten, Büros usw.),
  • Pachten,
  • Leasingraten (für Maschinen, Autos und ähnliches),
  • betriebliche Versicherungen,
  • Energiekosten und
  • Instandhaltungskosten,
  • Beiträge zu Berufsorganisationen 

für die nächsten drei auf die Antragstellung folgenden Monate. Wird ein Mietnachlass von mindestens 20% gewährt, können fünf Monate in die Berechnung einbezogen werden.

Zur Kalkulation der anrechenbaren Kosten finden Sie Berechnungshilfen im Downloadbereich auf dieser Seite.

Umsatzausfälle, Personalkosten, Wareneinsätze sowie Ausgaben für die betriebliche Altersversorgung sind hingegen nicht förderfähig.

Gemäß Aussage der Investitionsbank sind ab sofort auch nebenberuflich Selbständige antragsberechtigt, sofern folgende Definition erfüllt ist: Ein Haupterwerb liegt vor, wenn die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit aus der selbständigen gewerblichen, land-/forstwirtschaftlichen bzw. freiberuflichen Erwerbstätigkeit mindestens 15 Stunden beträgt oder hieraus mehr als die Hälfte des Einkommens des Antragstellers erzielt wird.

Die Soforthilfe wird nur bei Weiterführung des Unternehmens gewährt. Das Unternehmen darf bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein.

Die zweckentsprechende Verwendung der Soforthilfe muss spätestens sechs Monate nach Auszahlung durch entsprechende Erklärungen nachgewiesen werden.

Wir stehen in ständigem Austausch mit der Investitionsbank, um den Antragsprozess für Sie zu erleichtern sowie die FAQ-Liste zur Hilfestellung regelmäßig zu erweitern.