Baumaterial Webbanner 2022
standret - stock.adobe.com

Informationen über Bundes- und Landeserlasse zur Stoffpreisgleitklausel

Die Handwerkskammer informiert über die aktuellen Erlassregelungen

Der Russland-Ukraine-Konflikt führt auch zu Problemen auf deutschen Baustellen. Wegen gestörter Lieferketten sind viele Materialien nicht zu bekommen oder erheblich teurer geworden. So bezog Deutschland rund 30 Prozent des Baustahls aus Russland und der Ukraine. Auch viele erdölbasierte Produkte wie zum Beispiel Bitumen und Kunststoffrohre sind betroffen.

Für die Bundesbauverwaltung und den Verkehrswegebau haben das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) Praxishinweise zum Umgang mit diesen Problemen herausgegeben. Neue Verträge sollen mit Preisgleitklauseln versehen werden, die eine Anpassung an die Marktentwicklung ermöglichen. Im Einzelfall sollen auch in bestehenden Verträgen die Preise nachträglich angepasst werden.

Nunmehr sollen auch bei Vergabeverfahren im Landesbereich Stoffpreisgleitklauseln zur Anwendung kommen.  Diese Richtlinien für den Umgang mit Preissteigerungen und die Preisgleitung auf Basis des Formblattes 225 VHB Bund bezieht sich auf folgende Stoffgruppen:

  • Stahl- und Stahllegierungen,
  • Aluminium,
  • Kupfer,
  • Erdölprodukte (Bitumen, Kunststoffrohre, Folien- und Dichtbahnen, Asphaltmischgut),
  • Epoxidharze,
  • Zementprodukte,
  • Holz,
  • Gusseiserne Rohre.

Die Regelungen gelten zunächst bis zum 30. Juni 2022. Die entsprechenden Erlasse sind auf dieser Seite unter Downloads zu finden.

Peter Schrank
Abteilungsleiter Rechtsangelegenheiten/ Handwerksrolle

Tel. 0391 6268-303
Fax 0391 6268-110
pschrank--at--hwk-magdeburg.de

Downlaods: