Kleine Bauvorlageberechtigung schafft Gleichbehandlung und Wertschätzung des Bauhandwerks

Mitteilung an die Medien

Gestern beriet der Landtag von Sachsen-Anhalt in erster Lesung einen Änderungsentwurf der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt. Unter anderem soll nach dem Entwurf der Koalitionsfraktionen für Meister und Meisterinnen des Maurer- und Betonbauer- sowie des Zimmerer-Handwerks sowie für Bautechniker und Bautechnikerinnen eine kleine Bauvorlageberechtigung eingeführt werden.

Dieser Personenkreis wäre dann in der Lage, für weniger schwierige Bauvorhaben, wie z. B. Einfamilienhäuser, die Baugenehmigungsunterlagen zu erstellen und selbständig bei der Bauaufsichtsbehörde einzureichen.

In vielen anderen Bundesländern ist dies gelebte Praxis. Die Handwerkskammer Magdeburg fordert die kleine Bauvorlageberechtigung schon lange und begrüßt den Vorstoß ausdrücklich. 

„In der Meister- und Bautechnikerausbildung werden die notwendigen Kenntnisse für die Erstellung von Planungsunterlagen einschließlich der Standsicherheits- und bauphysikalischen Nachweise vermittelt. Daher sind die Meister und Bautechniker ausreichend ausgebildet, um Bauwerke zu planen. Mit der kleinen Bauvorlageberechtigung wird diesbezüglich eine Gleichbehandlung gegenüber anderen Planern hergestellt. Das Bauhandwerk und die berufliche Bildung erhält dadurch berechtigte und längst überfällige Wertschätzung. So sieht echte Gleichwertigkeit aus. Dies ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt und die Gewinnung von Fachkräften im Bauhandwerk“, sagte Burghard Grupe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg. 

Anja Gildemeister
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