Uhrmachermeister; Corona; Corona-Krise;
Anne-Kristin Gotot
Uhrmachemeister Johannes Gaertig zeigt es unmissverständlich: für viele Gewerke ist es fünf vor zwölf.

Perspektivlose Lockdown-Verlängerung

Mitteilung an die Medien

Vielen Betrieben droht der Kollaps  

Zu den gestrigen Bund-Länder-Beschlüssen erklärt Burghard Grupe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg: 

„Für die direkt oder indirekt von Schließungen betroffenen Handwerksbetriebe rückt die Aussicht auf die erhofften Öffnungen in weite Ferne. Damit wird ein breitflächiger Betriebe-Kollaps immer wahrscheinlicher. Viele Betriebe werden aufgrund der fehlenden Perspektive und der stockenden oder unzureichenden Überbrückungshilfen nicht mehr überleben können. Trotz Investitionen in Hygiene- und Abstandskonzepte oder der Möglichkeit von testungsbegleiteten Öffnungen wird ihnen keine Chance gegeben, den Kollaps zu verhindern. Wir brauchen diese Betriebe aber dringend, um das wirtschaftliches Leben nach der Corona-Zeit in Schwung zu bringen und um Beschäftigung sowie Ausbildung zu sichern.   

Jetzt rächen sich mit aller Wucht politische Versäumnisse vor allem beim Impfen und bei der digitalen Nachverfolgung von Infektionsketten. Nach einem Jahr Pandemie stehen wir nach wie vor hilflos da. Wir wollen, dass alle gesund bleiben, wir testen, damit alle gesund bleiben. Aber dann muss die Politik auch dafür sorgen, dass genügend Impfangebote zur Verfügung stehen. Hier hakt es erheblich mit fatalen Folgen. Versäumnisse bei der Impfstoffbeschaffung, übermäßiger Impfbürokratismus und die zu späte Einbindung der Haus-, Fach- und Betriebsärzte dürfen das Impftempo nicht derart drosseln, dass am Ende nur ein Dauerlockdown als Antwort bleibt. 

Für unsere Handwerksbetriebe ist es unverständlich, dass die Maßnahmen im perspektivlosen Lockdown-Modus verharren, obwohl mit Impfungen, Testungen und umfassenden Hygienekonzepten weit mehr Instrumente als vor einem Jahr zur Verfügung stehen. Schon jetzt testen viele Handwerksbetriebe umfänglich ihre Beschäftigten und andere werden das in den nächsten Tagen umsetzen. Das ist umso bemerkenswerter, als das Handwerk kleinbetrieblich strukturiert ist und viele Gewerke nicht im Home-Office arbeiten können. 

Wir sind der Meinung, dass wir uns mit den bisherigen Bemühungen (Impfen, Testen, Hygiene, Abstand) von der Inzidenzfixierung loslösen und mehr Öffnungen zulassen können. Dies ist dringend notwendig, um ein massives Betriebesterben in den betroffenen Gewerken zu verhindern.“

Anja Gildemeister
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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