Kloster; Schloss; Handwerk
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Soforthilfeprogramm für Kulturangebote in historischen Bauten und Klosteranlagen

Fördermittel des Bundes für 2021 beantragbar.

Im Rahmen des BKM-Programms „Kultur in ländlichen Räumen“ wurde das Soforthilfeprogramm "Kirchturmdenken. Sakralbauten in ländlichen Räumen: Ankerpunkte lokaler Entwicklung und Knotenpunkte überregionaler Vernetzung" ins Leben gerufen. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundes-ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Ziel des Programms ist es, (ehemalige) Sakralbauten und Klosteranlagen als Orte für Kulturangebote auch in strukturarmen ländlichen Regionen zugänglich zu machen, regionale Zugehörigkeit und gesellschaftliche Integration zu stärken und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern.

Die Bauten sollen als:

  • wichtige lokale bzw. regionale Erinnerungsorte,
  • als zu bewahrende Kulturdenkmäler,
  • als Orte der Teilhabe am kulturellen Erbe,
  • als lebendige Orte der Kulturvermittlung und der kulturellen Bildung,
  • als Orte bürgerschaftlicher Teilhabe an Kulturangeboten
  • und als sog. Dritte Orte (Orte der Gemeinschaft, die einen Ausgleich zu Familie und Beruf bieten sollen)

etabliert bzw. gestärkt werden.

Gefördert werden können:

  1. eine Aufbereitung der Bau- und Ausstattungsgeschichte des (ehemaligen) Sakralbaus
  2. die Durchführung von Veranstaltungen vor Ort, die
    1. entweder explizit der Denkmalvermittlung dienen oder bei denen die Denkmalvermittlung verknüpft wird mit anderen Formen eines ortsangemessenen Kulturangebots (z. B. Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Schreibwerkstätten),
    2. der Kulturvermittlung dienen (z. B. durch Vorträge bzw. Vortragsreihen oder Seminare)
    3. der kulturellen Bildung dienen (wie die Durchführung oder Präsentation von entsprechenden Projekten in Zusammenarbeit mit z. B. Kulturbüros, Kindertagesstätten, Schulen, Jugend- oder Senioreneinrichtungen, Volkshochschulen oder anderen Weiterbildungsträgern)

Förderfähig sind dabei:

  • projektbezogene Personalausgaben (auch Honorare),
  • Sachmittel für
    • projektbezogene Arbeits- und Verbrauchsmaterialien,
    • Öffentlichkeitsarbeit,
    • Verwaltungs- und Organisationsaufgaben,
    • Reisekosten.

Die Höhe der Zuwendung beträgt maximal 75 Prozent der anerkennungsfähigen Ausgaben der Maßnahme und ist auf 25.000 Euro pro Antragsteller begrenzt. Der Antragsteller muss eine finanzielle Eigenbeteiligung von mindestens 25 Prozent der förderfähigen Ausgaben der Maßnahme aufbringen, die durch Eigen- oder Drittmittel finanziert werden kann. Die Kumulierung der Förderung mit anderen öffentlichen Mitteln, insbesondere Zuwendungen der Länder und Kommunen, ist zulässig. Die Maßnahme richtet sich an öffentliche, zivilgesellschaftliche und private Eigentümer/ Träger von Sakralbauten und Klosteranlagen (auch solchen, die entwidmet oder profaniert wurden) in ländlichen Gemeinden mit einer Einwohnerzahl bis 20.000 Personen.

Bei Maßnahmen, bei denen der Antragsteller nicht Eigentümer/ Träger des Sakralbaus ist, ist eine Zustimmung des Eigentümers/ Trägers zur geplanten Maßnahme notwendig sowie dessen Zusicherung der längerfristigen Öffnung für die mit dem Projekt erarbeiteten Vermittlungsaktivitäten und Nutzungen.

Es besteht keine Antragsfrist. Die Anträge werden laufend entgegengenommen und in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Das Auswahlverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden. Die Förderung erfolgt für das Jahr 2021. Die Maßnahme kann mit Abschluss des Zuwendungsvertrags beginnen und muss spätestens am 31.12.2021 beendet sein. Für Vorhaben, mit denen vor Antragstellung und Abschluss des Zuwendungsvertrags begonnen worden ist, werden Fördermittel grundsätzlich nicht gewährt.

Weitere Informationen zur Maßnahme und Antragstellung finden Sie hier.