Statement der Handwerkskammer Magdeburg zum Konjunkturpaket des Bundes

Mitteilung an die Medien

Das von der Bunderegierung beschlossene Konjunkturpaket stößt grundsätzlich auf Zustimmung im Handwerk. „Es gilt, an sich gesunde Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Schieflage geraten sind, vor Insolvenz zu schützen. Die Entlastung der Unternehmen durch eine Reduzierung bzw. Stabilisierung der Steuer- und Abgabenlast, die Unterstützung der Kommunen und auch die Förderung der Ausbildungsbetriebe gibt wichtige Impulse für das Handwerk und Hoffnung für die zukünftige Entwicklung“, resümiert Burghard Grupe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg. 

Die Senkung der Mehrwertsteuersätze und die Möglichkeit einer vorgezogenen Verlustrechnung schaffen Liquidität. Die vom Handwerk schon lange geforderte Abschaffung der Vorfälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen hätte allerdings für weitere notwendige Liquidität gesorgt. Die Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge auf maximal 40 Prozent ist sehr zu begrüßen. Um den Auftragsbestand stabil zu halten, ist auch die finanzielle Unterstützung der Kommunen unumgänglich. 

Förderlich sind zudem auch Überbrückungshilfen. Allerdings ist das in Aussicht gestellte Programm nicht ausreichend, da das Handwerk voraussichtlich unberücksichtigt bleiben wird. Für viele Unternehmen sind die Umsatzeinbrüche so groß, dass Kredite oder Finanzierungen nicht mehr bedient werden können, aber nicht groß genug, um Hilfen zu erhalten. 

Die Handwerkskammer Magdeburg begrüßt auch, dass die Ausbildungsleistung der Unternehmen honoriert werden soll. Diejenigen Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot nicht verringern, sollen eine Prämie in Höhe von 2000 Euro erhalten; diejenigen, die das Ausbildungsplatzangebot ausweiten, sogar 3000 Euro. 

Burghard Grupe: „Zu hoffen bleibt, dass die angekündigten Punkte nun schnell konkretisiert und zügig umgesetzt werden.“

Anja Gildemeister
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