Testangebotspflicht: Kosten, Beschaffungsprobleme und rechtliche Unsicherheiten belasten regionales Handwerk

Mitteilung an die Medien

Die Handwerkskammer Magdeburg hatte heute zur virtuellen Tagung mit den Kreishandwerkerschaften ihres Kammerbezirks eingeladen. Präsident und Geschäftsführung der Handwerkskammer tauschten sich mit den Kreishandwerksmeistern und Geschäftsführern der Kreishandwerkerschaften unter anderem zur aktuellen Corona-Situation aus. 

Hierbei wurde von den regionalen Handwerksvertretern insbesondere die seit heute geltende Testangebotspflicht für Unternehmen und die damit einhergehenden Probleme angesprochen. Dazu zählen insbesondere Kostenbelastungen, Beschaffungsprobleme wie auch rechtliche Unsicherheiten, die für die zumeist kleinen Handwerksbetriebe besonders relevant sind. Es bedürfe konkreter Unterstützung von Politik und Verwaltung, beispielsweise über den kostenlosen Zugang zu staatlichen Testkontingenten und kommunalen Testzentren, heißt es aus dem Handwerk. Denn nur Betriebe, die die Voraussetzungen für die Beantragung der Überbrückungshilfe III erfüllen, können die Kosten für die Tests erstattet bekommen. 

Im Kammerbezirk Magdeburg gibt es etwa 66.000 Beschäftigte im Handwerk. Bei einer wöchentlichen Testung und Kosten pro Test in Höhe von 5 € entsteht eine Kostenbelastung von 330.000 € pro Woche bzw. 1,3 Mio. € pro Monat. Mitarbeiter, die engen Kundenkontakt haben, können sich zudem zweimal die Woche testen lassen. 

„Viele Handwerksbetriebe sind nach einem Jahr Pandemie schwer getroffen. Die Belastungen und Einschränkungen steigen immer weiter. Nicht jeder Betrieb hat einen so starken Umsatzrückgang, dass Kosten über die Überbrückungshilfe III finanziert werden können. Aber auch die anderen Betriebe arbeiten oftmals am Limit. Die entstehenden Kosten kann beim besten Willen unter den derzeitigen Bedingungen nicht jeder Inhaber übernehmen“, fasste Hagen Mauer, Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, zusammen. 

Anja Gildemeister
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