Corona
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Weitere Lockerungen in Sachsen-Anhalt

Landesregierung beschließt 14. Corona-Eindämmungsverordnung

Angesichts des rückläufigen Infektionsgeschehens lockert Sachsen-Anhalt weitere Corona-Beschränkungen. Dazu wurde die 14. Eindämmungsverordnung erlassen, die ab 17. Juni bis zum 15. Juli gilt.

Sollte die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt den Wert von 35 wieder übersteigen, müssen vor Ort allerdings erneut effektive Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Ausnahmen von der Testpflicht:

Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 35 an 10 aufeinander folgenden Tagen nach Inkrafttreten der 14. Eindämmungsverordnung kann ab dem Tag, der auf eine ortsübliche Bekanntgabe folgt, von der Testpflicht bei Kulturveranstaltungen, in der Innengastronomie und beim Trainingsbetrieb des organisierten Sports im geschlossenen Raum abgesehen werden.



Handwerksrelevante Lockerungen:

Ladengeschäfte und körpernahe DL

  • Ladengeschäfte jeder Art, Messen, Ausstellungen, Wochen- und Spezialmärkte dürfen für den Publikumsverkehr weiterhin öffnen, wenn die allgemeinen Hygieneregeln und Zugangsbeschränkungen sichergestellt werden. Besucher*innen haben in geschlossenen Räumen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Kontaktverfolgung und Testpflicht entfällt weiterhin unter einem Inzidenzwert von 35.

  • Die Öffnung der Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons und Kosmetikstudios sind weiterhin sowohl stationär als auch mobil zulässig, wenn die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln sichergestellt ist und die Kund*innen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen oder andere geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden. Die Vorgaben der jeweiligen Berufsgenossenschaften sind zusätzlich zu berücksichtigen. Die Verantwortlichen haben einen Anwesenheitsnachweis zu führen.

Innengastronomie/Betriebskantinen

  • Hier kann die Testpflicht auch im Innenbereich entfallen, wenn die Inzidenz 10 Tage lang (nach in Kraft treten der Verordnung) unter 35 liegt.

Außerschulische Bildungsangebote

  • Außerschulische Bildungsangebote sowie Angebote von öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen dürfen öffnen, wenn ein negatives Testergebnis vorgelegt, die Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und ein Anwesenheitsnachweis geführt wird. Bei einem Gruppenunterricht bis zu 10 Personen entfällt die Testpflicht. Finden Bildungsangebote an mehr als zwei in der Woche regelmäßig im festen Kursverbund statt, so genügt eine Testung zwei Mal pro Woche.

Professionelle Veranstaltungen

  • Größere Veranstaltungen müssen professionell organisiert sein - allerdings gelten Höchstgrenzen bei der Personenzahl.
    • Im Freien: bis zu 1000 Personen mit Kontaktverfolgung und negativem Test
    • In geschlossenen Räumen: bis zu 500 Personen unter Schutzkonzept und mit negativem Test
    • Liegt Inzidenz im Landkreis für zehn Tage sicher unter 35, kann der betreffende Landkreis/die kreisfreie Stadt die Testpflicht aufheben.

Sonstige Lockerungen:

  • Für vollständig geimpfte und genesene Personen gelten die Personenbegrenzungen, mit Ausnahme der flächenbezogenen Zugangsbeschränkungen, weiterhin nicht.

  • Masken sollen weiterhin überall dort getragen werden, wo kein Abstand (1,5 Meter) eingehalten werden kann, das heißt unter anderem im ÖPNV, beim Einkaufen, in den Gängen der Schule, nicht aber auf Schulhof oder im Klassenzimmer. Allerdings reicht künftig ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz, zum Beispiel eine OP-Maske, aus. FFP2-Masken sind nicht mehr vorgeschrieben.

  • Die bisherige Begrenzung der privaten Kontakte soll als Empfehlung formuliert werden, die Regelung, dass sich maximal zehn Leute treffen dürfen, fällt. Es wird empfohlen, größere Ansammlungen möglichst vermieden werden und Treffen im besten Fall nur mit einem konstanten Personenkreis und vorzugweise im Freien stattfinden.

  • Private Feiern im Freundes- und Familienkreis dürfen wieder mit bis zu 50 Personen stattfinden, ohne dass ein negatives Testergebnis vorliegen muss. Bei einer höheren Personenzahl bedarf es einer professionellen Organisation. Diese Organisation kann beispielsweise auch eine Gaststätte o.ä. übernehmen.

  • Von der Testpflicht ausgenommen werden nicht mehr nur Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres. Künftig entfällt die Testpflicht für Kinder und Jugendliche (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, sofern keine typischen Corona-Symptome vorliegen). Diese können damit zum Beispiel am Vereinssport in Sporthallen ohne Testung teilnehmen. Da Schülerinnen und Schüler regelmäßig zwei Mal wöchentlich in der Schule getestet würden, sei dies im Freizeitbereich nicht zusätzlich notwendig, so Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. In Ferienlagern und Ferienfreizeiten genügt eine Testung zu Beginn des Aufenthaltes.

  • Der Sport außerhalb des Vereinssports ist nun auch wieder mit mehr als einer weiteren Person oder dem eigenen Hausstand gestattet. Sportanlagen und Schwimmbäder dürfen für einen Kunden bzw. Sporttreibenden je 10 Quadratmeter geöffnet werden. Bei Sportkursen, insbesondere in Fitness- und Sportstudios, genügt es auch, wenn durchgängig ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird. Für den Zutritt zu Sporthallen, Schwimmhallen, Fitnessstudios oder anderen geschlossenen Räumen sind weiterhin ein Test und ein Anwesenheitsnachweis erforderlich.

  • Clubs und Discotheken sollen wieder öffnen, mit Test und einer Auslastung von höchstens 60 Prozent. Das gleiche gilt laut Pressemitteilung vom Dienstag auch beispielsweise für Saunen und Indoor-Spielplätze.

  • Im Hinblick auf Beherbergungen im Tourismusbereich reicht es, wenn alle 72 Stunden ein Test vorgelegt wird.

Den Verordnungstext der Landesregierung finden Sie im Downloadbereich.

Folgend die Landespressekonferenz vom Dienstag im Video. 

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