Reinhard Schröter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, Mathias Dögel, Geschäftsführer der Dögel GmbH, Steffen Grabaum, Softwareentwickler bei der Dögel GmbH, Carola Schaar, Präsidentin der IHK Halle-Dessau, Thomas Wünsch, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt (v.l.n.r.)
Andreas Löffler
Reinhard Schröter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, Mathias Dögel, Geschäftsführer der Dögel GmbH, Steffen Grabaum, Softwareentwickler bei der Dögel GmbH, Carola Schaar, Präsidentin der IHK Halle-Dessau, Thomas Wünsch, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt (v.l.n.r.)

Wettbewerb "Digitale Erfolgsgeschichten aus Sachsen-Anhalt"

Es gibt sie durchaus – digitale Erfolgsgeschichten aus Sachsen-Anhalt. Die drei besten in diesem Jahr haben die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern aus Halle (Saale) und Magdeburg nun in Halle (Saale) ausgezeichnet. Insgesamt 12 sachsen-anhaltische Unternehmen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Dieser fand 2018 zum zweiten Mal statt. 

Den ersten Platz belegte die Dögel GmbH aus Dölbau/Kabelsketal mit ihrer Plattform „working-dog“, gefolgt von der Tonfunk Systementwicklung und Service GmbH aus Magdeburg und der TESVOLT GmbH aus Wittenberg. 

Mit „working-dog“ hat Mathias Dögel, Geschäftsführer der Dögel GmbH, aus seiner Teenagerbegeisterung für Hunde ein Online-Geschäftsmodell entwickelt. In den letzten 15 Jahren ist seine Internetplattform zum „Facebook, Google und Wikipedia für Rassehundbesitzer, -züchter und Hundesportfans“ geworden – mit Country-Partnern in mehr als 20 Ländern und einem Finanzierungsmodell jenseits von Onlinewerbung. 

Der digitale Assistent „Polaris“ von Tonfunk macht Funkstreifenwagen zu vollwertigen mobilen Arbeitsplätzen mit Breitbandanschluss. So können Polizisten etwa ihre Berichte direkt vor Ort verfassen, nicht erst auf der Wache. Die Beamten sehen zeitgleich, was die Kollegen gerade tun und wo der Hubschrauber kreist, der einen flüchtigen Verdächtigen verfolgt. „Polaris“ ist bereits in über 500 Fahrzeugen installiert, darunter im Großteil der Polizei-Fahrzeugflotte Sachsen-Anhalts. 

TESVOLT setzt auf ein selbst entwickeltes Batteriemanagementsystem und hat mittlerweile Kunden in der ganzen Welt. Das System sorgt dafür, dass Batteriezellen immer bestmöglich be- und entladen werden. Zum digitalen Vorreiter macht das Unternehmen aber auch ein neuartiges Schulungs- und Monitoringsystem: So sind Installateure über das Internet ständig mit der Zentrale in Deutschland verbunden, während sie etwa Batteriespeicher auf dem Expo-Gelände in Kasachstan oder in entlegenen Gegenden Ruandas in Betrieb nehmen. 

Für die Wettbewerbsjury repräsentierten die vorgestellten Projekte die vielfachen Ansätze im Land, digitale Technologien für den wirtschaftlichen Erfolg zu nutzen – quer über alle Branchen und Größen von Unternehmen. Dabei stünde der Sieger fast schon lehrbuchartig für ein Phänomen, das viele der sehr erfolgreichen digitalen Geschäftsmodelle kennzeichnet – nämlich nicht von Beginn an auf ein Geschäft oder gar einen Gewinn ausgerichtet zu sein: „In den Anfangszeiten von Facebook, Twitter und Google konnte sich auch kaum ein Mensch vorstellen, dass diese ‚Projekte‘ jemals Geld erwirtschaften werden. Den Gegenbeweis haben alle drei Gewinner angetreten!“

Romy Meseberg
Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin

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