Tischlermeister Georg Zwerschke
Viktoria Kühne/Handwerkskammer Magdeburg
Tischlermeister Georg Zwerschke

Bester Tischlermeister 2017/2018 - Georg Zwerschke

Immer mal neue Ziele stecken.

Georg Zwerschke hat die Ausbildung zum Tischlermeister als Bester seines Gewerks absolviert und übernimmt jetzt Führungsaufgaben in der Firma.

Georg Zwerschke zeigt Fotos von seinem Meisterstück: Von ausgesprochen hoher Qualität sind Telefon- und Schlüsselschränkchen gefertigt. Passgenau hat er die Eckverbindungen verarbeitet. Die Holzteile fügen sich sauber ineinander. Kundenwünsche gingen zwar wieder hin zu solchen Möbelstücken aus aufwendiger Handarbeit, aber sehr viel Zeit sei während der Lehrlingsausbildung nicht eingeplant für derart filigranes Arbeiten, meint der 30-jährige Tischler. Während seiner Meisterausbildung hatte er sehr viel geübt für die praktische Prüfung.

Vor sieben Jahren kam der Wernigeröder zur TIMS-Tischlerei in Blankenburg. Der Name Zwerschke hatte bald einen guten Klang in den Ohren der Kunden, die etwas Besonderes haben, eine Lösung für ihr spezielles Problem finden wollten. Apropos Klang: Seine Schulzeit absolvierte Georg Zwerschke am Landesgymnasium für Musik in seiner Heimatstadt. Er sang auch im Rundfunkjugendchor; wird auch heute noch zur Aushilfe geholt. „Aber immer war eine Ausbildung im Handwerk mein Wunsch. In der Hobbywerkstatt meines Vaters habe ich schon als Schüler alles Mögliche für die Wohnung getischlert“, erzählt er.

„Nicht auf der Stelle treten, immer mal neue Ziele stecken“, ist die Lebensmaxime von Georg Zwerschke – die mündete zu gegebener Zeit in der Vision, dass neben dem Meisterbrief des Chefs auch seiner hängt. Alles lief gut – bis zu seinem Unfall während der praktischen Prüfung im Meisterkurs. Der kostete ihn das linke Auge. „Eine Umschulung kam für mich überhaupt nicht in Frage“, sagt er entschieden. Seinen Schilderungen ist Willenskraft und Durchsetzungsvermögen zu entnehmen. Am Ende legte er die Meisterprüfung ab: „Weil ich nicht mehr an drehenden Maschinen arbeiten darf, musste ich mein Meisterstück komplett per Hand bauen“, betont er und freut sich sehr über seinen Erfolg. „Ziel der Meisterausbildung ist es ja auch, dass man einen Betrieb führen kann“, sagt er. Den Meisterbrief bekommt er gerade zur rechten Zeit. Das Unternehmen wird umstrukturiert. Sein Chef will ihm einige Leitungsaufgaben übertragen. (Kathrain Graubaum)

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