Geschäftsführer - kaufmännische Betriebsführung
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Geprüfter Fachmann für kaufmännische Betriebsführung nach der Handwerksordnung (HwO)

Vollzeit 31.08.2020 - 04.12.2020 Teilzeit 05.09.2020 - 05.06.2021

Berufsbegleitende Qualifizierung, die gleichzeitig Teil III der Meisterfortbildung ist. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Abschluss eines anerkannten Berufs. Der Technische Fachwirt ist eine bundesweit einheitlich geregelte berufliche und betriebswirtschaftliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Diese Weiterbildung bietet Fachkräften der Praxis die Möglichkeit einer kaufmännischen Fortbildung. Sie sind in der Lage betriebswirtschaftliche, kaufmännische, rechtliche Themen zu  analysieren und bewerten und sind befähigt unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen, Lösungswege aufzuzeigen und zu dokumentieren.

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Termine
Vollzeit                                                                                Teilzeit
Magdeburg                                                                        Magdeburg                                        
31.08.2020 - 04.12.2020                                               05.09.2020 - 05.06.2021

Montag - Freitag 08:00 - 14:45 Uhr                          Samstag 08:00 - 14:45 Uhr
(zeitgleich mit AdA/Teil IV)

                                                                                                                                                                                            

Unterrichtsstunden
Vollzeit/Teilzeit: 312 Stunden,

Preis
1.715,00 Euro
Lehr- und Lernmittel ca. 60,00 Euro

Prüfungsgebühren
Auskunft erteilt das Referat Prüfungswesen:
Rüdiger Schmidt: Tel. 0391 6268-184, E-Mail rschmidt@hwk-magdeburg.de

Förderung
Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung), Sachsen-Anhalt Weiterbildung BETRIEB, Sachsen-Anhalt Weiterbildung DIREKT. Wird dieser Lehrgang im Rahmen der Meistervorbereitung gebucht, ist eine Förderung nach AFBG (Aufstiegs-BAföG) möglich.

Voraussetzung
Die Verordnung wurde im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 52 vom 20. November 2014 auf Seite 1725 veröffentlicht:
1.  eine erfolgreich abgelegte Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anerkannten dreijährigen Ausbildungsberuf ODER
2.  eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten zweijährigen Ausbildungsberuf und eine zweijährige Berufspraxis.
Abweichend von Absatz 1 ist zur Prüfung auch zuzulassen, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) erworben zu haben, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

Inhalt

1. Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beurteilen

  1. Unternehmensziele analysieren und in ein Unternehmenszielsystem einordnen
  2. Bedeutung der Unternehmenskultur und des Unternehmensimages für die betriebliche  Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit begründen
  3. Situation des Unternehmens am Markt analysieren und Erfolgspotenziale begründen
  4. Informationen aus dem Rechnungswesen, insbesondere aus Bilanz  sowie Gewinn- und Verlustrechnung zur Analyse von Stärken und Schwächen eines Unternehmens nutzen
  5. Informationen aus dem internen und externen Rechnungswesen zur 
    Entscheidungsvorbereitung nutzen
  6. Rechtsvorschriften, insbesondere des Gewerbe- und Handwerksrechts  sowie des  Handels- und Wettbewerbsrechts bei der Analyse von Unternehmenszielen und -konzepten anwenden

2.  Gründungs- und Übernahmeaktivitäten vorbereiten, durchführen und bewerten

  1. Bedeutung persönlicher Voraussetzungen für den Erfolg beruflicher  Selbständigkeit begründen
  2. wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Handwerks sowie Nutzen von Mitgliedschaften in den Handwerksorganisationen darstellen und bewerten
  3. Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Beratungsdienstleistungen sowie von Förder- und Unterstützungsleistungen bei Gründung und Übernahme eines Unternehmens aufzeigen und bewerten
  4. Entscheidungen zu Standort, Betriebsgröße, Personalbedarf sowie zur Einrichtung und Ausstattung eines Unternehmens treffen und begründen
  5. Marketingkonzept zur Markteinführung entwickeln und bewerten
  6. Investitionsplan und Finanzierungskonzept aufstellen und begründen;     Rentabilitätsvorschau erstellen und Liquiditätsplanung durchführen
  7. Rechtsform aus einem Unternehmenskonzept ableiten und begründen
  8. Rechtsvorschriften, insbesondere des bürgerlichen Rechts sowie  des Gesellschafts- und Steuerrechts, im  Zusammenhang mit Gründung oder Übernahme von Handwerksbetrieben anwenden
  9. Notwendigkeit privater Risiko- und Altersvorsorge begründen,  Möglichkeiten aufzeigen
  10. Bedeutung persönlicher Aspekte sowie betriebswirtschaftlicher und rechtlicher  Bestandteile eines Unternehmenskonzeptes im Zusammenhang darstellen und 
    begründen

 3.  Unternehmensführungsstrategien entwickeln

  1. Bedeutung der Aufbau- und Ablauforganisation für die Entwicklung  eines 
    Unternehmens  beurteilen; Anpassungen vornehmen
  2. Entwicklungen bei Produkt- und Dienstleistungsinnovationen sowie Marktbedingungen,  auch im internationalen Zusammenhang, bewerten und daraus Wachstumsstrategien  ableiten
  3. Einsatz von absatzmarktpolitischen Marketinginstrumenten für  Absatz und Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen begründen
  4. Veränderungen des Kapitalbedarfs aus Investitions-,  Finanz- und Liquiditätsplanung ableiten, Alternativen der Kapitalbeschaffung darstellen
  5. Konzepte für Personalplanung, -beschaffung und -qualifizierung erarbeiten und 
    bewerten sowie Instrumente  der Personalführung und -entwicklung darstellen
  6. Bestimmungen des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts bei der  Entwicklung einer Unternehmensstrategie berücksichtigen
  7. Chancen und Risiken zwischenbetrieblicher Kooperationen darstellen
  8. Controlling zur Entwicklung, Verfolgung, Durchsetzung und  Modifizierung von 
    Unternehmenszielen nutzen
  9. Instrumente zur Durchsetzung von Forderungen darstellen und Einsatz begründen
  10. Notwendigkeit der Planung einer Unternehmensnachfolge, auch unter Berücksichtigung von Erb- und Familienrecht sowie steuerrechtlicher Bestimmungen, darstellen und begründen
  11. Notwendigkeit der Einleitung eines Insolvenzverfahrens anhand  von 
    Unternehmensdaten prüfen; insolvenzrechtliche Konsequenzen für die Weiterführung oder Liquidation eines Unternehmens aufzeigen

4. Wahlpflichthandlungsbereiche

  • Kommunikations- und Präsentationstechniken imGeschäftsverkehr einsetzen
  1. Beratungsgespräche auch unter Einbindung EDV-gestützter  Kommunikations- und Präsentationstechniken bedarfsgerecht führen
  2. Beschwerden zur Verbesserung der Kundenbeziehung nutzen
  3. Sich und das Unternehmen präsentieren
    ODER
  • Buchhaltung im  Handwerksbetrieb unter Einsatz branchenüblicher Software umsetzen 
  1. Belege erstellen, prüfen, und kontieren
  2. Kassenbuch anlegen, führen und prüfen
  3. Lohnabrechnung vorbereiten
  4. Mitwirken bei der Vorbereitung des Jahresabschlusses

Dozent
Dozententeam

Abschluss/Prüfung
Zeugnis der Handwerkskammer Magdeburg  "Geprüfter Fachmann für kaufmännische Betriebsführung nach der HwO". Diese Fortbildung findet Anerkennung im Teil III der Meisterausbildung.

Kursbetreuung: Petra Prondzinski

Service

  • ausreichend Parkplätze
  • Versorgung/Mensa
  • Übernachtungsmöglichkeit

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