Azubi Ticket Regionalbahn Zug
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Kein Azubiticket

Mehrkosten statt Entlastungen für zukünftige Fachkräfte

Was in Sachsen und Thüringen möglich ist, führt in Sachsen-Anhalt zu endlosen Debatten. Niemand ist dagegen, aber keiner will es bezahlen. Der Landespolitik scheint die Dringlichkeit der Situation nicht klar zu sein. Jetzt und in den nächsten Jahren müssen ausscheidende ältere Facharbeiter ersetzt werden, müssen Betriebe aus Altersgründen übergeben werden. Dazu benötigt das Handwerk so schnell wie möglich quantitativ und qualitativ ausreichend Nachwuchs. Die Benachteiligung von Lehrlingen gegenüber Studenten bei den Fahrkosten ist deshalb umgehend zu beenden!

Deshalb ist die Entscheidung, im Doppelhaushalt 2020/2021 keine Mittel für ein Azubiticket einzuplanen, falsch und gefährdet die Zukunftsfähigkeit Sachsen-Anhalts. "Betriebe, insbesondere in den Grenzgebieten zu Sachsen und Thüringen, haben damit einen klaren Wettbewerbsnachteil beim Werben um zukünftige Auszubildende. Angesichts der Kostenunterschiede werden Lehrlinge abwandern. Wie kann die Landesregierung das nur rechtfertigen?", protestierte der Präsident des Handwerkstages, Uwe Runge, gegen die Landesregierung. "Wer das Land zukunftsfähig halten möchte, darf sich so etwas nicht erlauben." Runge verwies auf die aktuelle Umfrage der Wirtschaftskammern in Halle und Leipzig, in der die Verfügbarkeit von Facharbeitern und Meistern als einer der wichtigsten Standortfaktoren bezeichnet wurde und gleichzeitig als derjenige, mit dem die Betriebe am unzufriedensten sind.

Der Handwerkstag Sachsen-Anhalt erwartet von der Landesregierung sofortiges Handeln zur Sicherung des Facharbeiternachwuchses.

Anja Gildemeister
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