Die Vollversammlung der Handwerkskammer in Magdeburg fand wegen der Abstandsregeln zur Coronakrise erstmals in einem Hörsaal der Otto-von-Guericke-Universität statt.
Handwerkskammer Magdeburg
Die Vollversammlung der Handwerkskammer in Magdeburg fand wegen der Abstandsregeln zur Coronakrise erstmals in einem Hörsaal der Otto-von-Guericke-Universität statt.

Handwerkskammer-Präsident verweist auf weiterhin angespannte Lage Vollversammlung zur Coronakrise

Handwerkskammer-Präsident Hagen Mauer hat in der Vollversammlung der Handwerkskammer Magdeburg am 16. Juni 2020 auf die weiterhin angespannte Lage im Handwerk hingewiesen und dem Wirtschaftsministerium für die gute Zusammenarbeit in der Corona-Krise gedankt. "Die Betroffenheit des Handwerks in der Corona-Krise war und ist enorm. Das Land hat mit der Soforthilfe und anderen Maßnahmen schnell und verantwortungsbewusst reagiert, um Betriebe am Markt zu halten und Beschäftigung zu sichern. Das wissen wir sehr zu schätzen. Der Spagat zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaftssicherung ist nicht einfach. Doch es ist noch nicht überstanden und die Zukunft ist ungewiss. Wir Handwerksbetriebe sind meilenweit von der Normalität entfernt. Viele Umsätze sind unwiderruflich verloren, die Hygienebestimmungen schränken uns ein, die Nachfrage-Situation ist ungewiss. Wir brauchen deshalb auch weiterhin die Unterstützung der Politik, sie muss die Wirtschaft pandemiefest machen, sagte Hagen Mauer in der Vollversammlung der Handwerkskammer in Magdeburg, die wegen der Abstandsregeln erstmals in einem Hörsaal der Otto-von-Guericke-Universität stattfand.

Gast der Vollversammlung war Wirtschaftsminister Armin Willingmann. "Die Corona-Krise hat auch viele Handwerksunternehmen hart getroffen. Aufgrund der umfangreichen Lockerungsmaßnahmen stehen die Zeichen jetzt zwar auf Erholung. Dennoch kann es lange dauern, bis wir wieder das Niveau erreicht haben, das vor der Pandemie bestand. Wir im Wirtschaftsministerium werden das Handwerk weiterhin unterstützen. Ein wichtiger Impuls ist die bereits erfolgte Erhöhung der Wertgrenzen, durch die wir die Vergabe öffentlicher Aufträge spürbar erleichtert haben. Zudem arbeiten wir mit dem Bund an der Umsetzung der Überbrückungshilfen als Nachfolgeprogramm zur Soforthilfe. Hier denken wir auch an gezielte zusätzliche Unterstützung seitens des Landes. Unser Ziel bleibt es, möglichst viele Unternehmen und Arbeitsplätze in diesen schwierigen Zeiten zu sichern", sagte der Minister.

"Der Weg aus der Krise ist schwieriger als die Krise selbst. Wir können ihn nur gehen, wenn private Personen und die öffentliche Hand weiter Aufträge vergeben. Wir brauchen Wachstumsimpulse, beschleunigte Auftragsvergaben, Investition in Infrastruktur, eine funktionierende öffentliche Verwaltung, verlässliche Kinderbetreuung und Beschulung, keinen Stau bei Genehmigungs- und Zulassungsverfahren und eine langfristige Entlastung bei Steuern, Sozialbeiträgen, Abgaben und Bürokratie", so Handwerkskammer-Präsident Hagen Mauer.