Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026Wahlprüfstein: Verwaltungshandeln

Zu viel Bürokratie, komplexe Verfahren und fehlende Planungssicherheit bremsen das Handwerk im Alltag aus. Damit Betriebe effizient arbeiten können, braucht es einfachere Regeln, schnellere Verfahren und mehr Vertrauen statt zusätzlicher Belastungen. Welche konkreten Veränderungen notwendig sind, erfahren Sie hier.



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Bürokratie abbauen – Betriebe entlasten!

Bürokratische Anforderungen binden im Handwerk zunehmend Zeit und Ressourcen, die für die eigentliche Arbeit fehlen. Die Vielzahl an Dokumentations- und Nachweispflichten belastet insbesondere kleine und mittlere Handwerksbetriebe erheblich. Regelungen müssen vereinfacht und stärker an der betrieblichen Praxis ausgerichtet werden.

Förderprogramme und Antragsverfahren müssen deutlich unbürokratischer, schneller und verständlicher gestaltet werden. Auch Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren sind zu beschleunigen und konsequent zu digitalisieren. Bei der Umsetzung von Förderprogrammen – insbesondere bei EU-Mitteln – dürfen keine zusätzlichen landesspezifischen Hürden aufgebaut werden.

Verwaltung muss serviceorientiert und wirtschaftsfreundlich arbeiten: Klare Zuständigkeiten und Verlässlichkeit sind entscheidend. Vorhandene Verwaltungsdaten sollten effizient genutzt werden.

Eine mittelstandsfreundliche Vergabepraxis – insbesondere durch die Vergabe in Fach- und Teillosen und die Nutzung vorhandener Ermessensspielräume – stärkt regionale Wertschöpfung und sichert die Beteiligung des Handwerks an öffentlichen Aufträgen. Präqualifizierungen sollten für längere Zeiträume gelten.

Glühbirnen im Moos
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Energiewende braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Das Handwerk ist zentraler Umsetzer der Energiewende – ohne das Handwerk wird die Transformation nicht gelingen. Betriebe brauchen klare und verlässliche Leitlinien, für Planungssicherheit und um ihre Geschäftsmodelle anzupassen, Mitarbeiter weiterzubilden und gezielt zu investieren.

Für die Umsetzung ist Technologieoffenheit Voraussetzung, damit die Betriebe die wirtschaftlich und technisch passenden Lösungen einsetzen können.



Vertrauen stärken, Beweislast umkehren!

Die große Mehrheit der Handwerksbetriebe arbeitet rechtstreu. Dennoch werden im Zuge der Suche nach wenigen schwarzen Schafen alle Betriebe mit umfangreichen Kontrollen und Dokumentationspflichten belastet.

Viele Regelungen sind auf große Unternehmen ausgerichtet, treffen jedoch kleine und mittlere Betriebe besonders stark. Hier braucht es mehr Augenmaß und Praxistauglichkeit.

Schwarzarbeit muss konsequent bekämpft werden – aber durch zielgerichtete und besser koordinierte Kontrollen. Die Verantwortung für den Nachweis von Rechtsverstößen liegt bei den zuständigen Behörden – nicht bei den Betrieben.





Ansprechperson:

Therese Klette-Schrills

Referentin des Präsidenten und des Hauptgeschäftsführers

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Wofür steht die Handwerkskammer Magdeburg - Wertekompass