Verleihung des AURA- Außenwirtschaftspreises
Wirtschaftsministerium
Verleihung des AURA- Außenwirtschaftspreises am 16. Mai (v.l.) an die Maaß-GmbH: Armin Willingmann, Andreas Dieckmann, Gabriele Maaß, Fred Maaß und Marc Pappert (IMG).

AURA-Preis geht nach Thale

Die Maaß-Bau GmbH ist mit dem AURA-Außenwirtschaftspreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet worden.

Das Unternehmen aus Thale stellt innovative Industrieöfen her und ist u.a. in Europa, China, Südafrika, Australien und Russland tätig. Neben Produktion und Lieferung werden auch Montage und Service übernommen. Der Exportanteil des im Jahr 2000 gegründeten Unternehmens liegt derzeit bei mehr als 50 Prozent.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann verlieh den Preis am 16. Mai im Rahmen des Außenwirtschaftstages Sachsen-Anhalt in Halle. Laudator Andreas Dieckmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Magdeburg, sagte: "Das deutsche Handwerk ist international anerkannt und weltweit zu Hause. Mit Innovationsgeist, Können, Leidenschaft und zuverlässigem Rundum-Service begeistert es seine Kunden überall auf dem Globus. Kreativ und flexibel erfüllt das Handwerk selbst anspruchsvollste Wünsche. Die Maaß-Bau GmbH ist ein Musterbeispiel für erfolgreiche Außenwirtschaft im Handwerk. Dass ‚Made in Germany‘ im Ausland so viel wert ist, daran hat auch die Maaß-Bau GmbH einen großen Anteil. Die Unternehmensgeschichte zeigt darüber hinaus, wie stark gerade auch Betriebe aus Sachsen-Anhalt von der Europäischen Union und vom freien Warenaustausch profitieren."

Den AURA Außenwirtschaftspreis erhielten außerdem die Wirth GmbH aus Landsberg und die CODIXX AG aus Barleben. Der Außenwirtschaftstag Sachsen-Anhalt fand unter dem Motto "Auf Stärken besinnen – EUROPA fest im Blick" statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Sachsen-Anhalts Unternehmen trotz großer Herausforderungen wie dem geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie aktueller Krisen und Handelskonflikte international erfolgreich bleiben können.

Für Wirtschaftsminister Willingmann ist es aktuell "besonders wichtig, sich für freien Handel und internationale Kooperation stark zu machen sowie wachsendem Populismus und Protektionismus entgegenzutreten". Der Minister sagte vor rund 100 Anwesenden: "Unser Land hat sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich gut entwickelt, auch dank des europäischen Binnenmarktes und der umfangreichen Förderung aus Brüssel. Wenn ich EU höre, denke ich nicht an die Regulierung krummer Gurken, sondern an das zentrale Friedensprojekt der vergangenen Jahrzehnte, an die Vorzüge des gemeinsamen Binnenmarktes sowie an die massive finanzielle Unterstützung für Gründer, Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen. Von Europa profitieren Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und die Gesellschaft insgesamt in Sachsen-Anhalt."

Zu den Höhepunkten des Außenwirtschaftstages zählte der Impulsvortrag des Präsidenten des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Prof. Gabriel Felbermayr, zum Thema "Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen – Wo steht Deutschland?"

Der Anteil der Exporteure im Handwerk und der Export-Umsatz des Handwerks haben sich deutschlandweit in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Rund 50.000 Handwerksunternehmen exportieren ins Ausland, jeweils zur Hälfte Produkte und Dienstleistungen.

Der Außenwirtschaftstag wird gemeinsam vom Wirtschaftsministerium mit den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, der Ingenieurkammer sowie dem Landesverband für Groß- und Außenhandel veranstaltet und von der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) organisiert.

Doreen Griesche
Betriebswirtschaftliche Beraterin
Zertifizierte Mediatorin

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