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Finanzielle Unterstützungen für Betriebe in der Coronakrise

Überbrückungshilfen und andere finanzielle Möglichkeiten für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmer.

Eine allgemeine Übersicht über mögliche Corona-Hilfen finden Sie im folgenden Schaubild sowieunter diesem Link.

corona Hilfen Übersicht
Bundesministerium für Wirtschaft



Details zu den einzelnen Programmen erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.  



Überbrückungshilfe III (Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften siehe Neustarthilfe)

Die Überbrückungshilfe III beinhaltet Zuschusszahlungen zu den betrieblichen Fixkosten für Unternehmen, die mittelbar und unmittelbar erhebliche corona-bedingte Umsatzausfälle zu verzeichnen haben. Sie dockt damit an die Überbrückungshilfe II an, die bis zum 31. März 2021 beantragbar war. Der Förderzeitraum für die Überbrückungshilfe III umfasst die Monate November 2020 bis Juni 2021.

Gemäß Pressemeldung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 1. April 2021 sollen Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, einen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss erhalten. Darüber hinaus werden die Bedingungen der Überbrückungshilfe III nochmals angepasst. Dazu werden die FAQ zur Überbrückungshilfe III überarbeitet und zeitnah auf der Bundesplattform veröffentlicht. Nach Anpassung des Programms soll die Antragstellung wieder über diese Plattform erfolgen. Die Antragsbearbeitung und Auszahlung liegt in der Verantwortung der Länder.

Wer ist antragsberechtigt?

Antrags- und förderberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Die bisherige Unterscheidung „von Schließung betroffen/nicht von Schließung betroffen“ entfällt, ebenso wie der Nachweis von Umsatzeinbrüchen außerhalb des Förderzeitraums.

Unternehmen, die November- und/ oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt. Die Überbrückungshilfe III kann in solchen Fällen nur dann beantragt werden, wenn schon die Anträge auf November- und/oder Dezemberhilfe zuvor zurückgenommen wurden.

Weitere Voraussetzung ist, dass der überwiegende Teil der Summe der Einkünfte (d.h. mindestens 51%) aus der selbständigen oder freiberuflichen Tätigkeit stammt. Bezugspunkt ist das Jahr 2019. Wurde die gewerbliche, landwirtschaftliche oder freiberufliche Tätigkeit nach dem 1. Januar 2019 aufgenommen, ist auf die Summe der Einkünfte in dem Zeitraum abzustellen, welcher der Berechnung des Referenzumsatzes zugrunde gelegt wird. Freiberufler und Soloselbstständige, die aufgrund der Elternzeit ihre Selbständigkeit vom Haupterwerb in den Nebenerwerb umgestellt haben, sind von der Hilfe ausgeschlossen. Unternehmen mit Beschäftigten sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Nebenerwerb geführt werden.

Ein Unternehmen ist des Weiteren nur dann antragsberechtigt, wenn es zum Stichtag 31. Dezember 2020 zumindest einen Beschäftigten hatte (unabhängig von der Stundenanzahl). Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe gelten in diesem Sinne für die Zwecke der Überbrückungshilfe III (nicht jedoch für die Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) als Unternehmen mit einem Beschäftigten, wenn die selbständige oder freiberufliche Tätigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird.

Die Beschäftigtenzahl ist auf Basis von Vollzeitäquivalenten anzugeben (Basis: 40 Arbeitsstunden je Woche). Bei der Ermittlung der Vollzeitäquivalente werden Beschäftigte wie folgt berücksichtigt:

  • Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Beschäftigte bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Beschäftigte über 30 Stunden = Faktor 1
  • Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
  • Saisonarbeitskräfte, Arbeitskräfte in Mutterschutz/Elternzeit und vergleichbar Beschäftigte werden berücksichtigt, wenn sie am Stichtag beschäftigt waren.

Eine Fortführung eines Unternehmens durch einen Nachfolger oder an einem anderen Ort, Umfirmierung, Umwandlung sowie der Wechsel von nebenerwerblicher zu haupterwerblicher Tätigkeit gelten nicht als Neugründung.

Welche Förderung gibt es?

Die Überbrückungshilfe III kann für bis zu acht Monate (November 2020 bis Juni 2021) beantragt werden. Mit ihr werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen Euro (weitere Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben. Die beihilferechtlichen Grenzen, die derzeit bei 12 Millionen Euro (für alle staatlichen Förderprogramme wie z.B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, November-/ Dezemberhilfe) liegen, sind zu beachten. Dabei haben Unternehmen, die weniger als 2 Millionen Euro beantragen ein Wahlrecht zwischen Bezuschussung nach Bundesregelung Fixkosten, die die Vorlage einer Verlustrechnung bedingt, und der Bundesregelung Kleinbeihilfen. Weitere Infos dazu hier.

Die Überbrückungshilfe kompensiert die Fixkosten wie folgt:

  • bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
  • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent,
  • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von 30 und 50 Prozent.

Maßgeblich ist jeweils der Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Vergleichsmonat des Jahres 2019.

Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet worden sind, können als Vergleichsumsatz wahlweise den durchschnittlichen monatlichen Umsatz des Jahres 2019 heranziehen, den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz in den Monaten Juni bis September 2020 in Ansatz bringen. Alternativ können diese Unternehmen bei der Ermittlung des notwendigen Referenzumsatzes auf den monatlichen Durchschnittswert des geschätzten Jahresumsatzes 2020, der bei der erstmaligen steuerlichen Erfassung beim zuständigen Finanzamt im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ angegeben wurde, abstellen.

Förderfähige Kosten (Musterkatalog fixer Kosten)

Detaillierte Informationen zu förderfähigen Fixkosten finden Sie in den  FAQ des Bundes.

Dazu zählen u. A.: Pachten, Grundsteuern, Versicherungen und Beiträge (inkl. Kammer- und Innungsbeiträge), Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen (inkl. Stundungszinsen bei Tilgungsaussetzung und Kontokorrentzinsen möglich, aber keine Tilgungsraten und Negativzinsen bei Geldanlagen anrechenbar), Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung etc.. Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert. Bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten sowie Marketing- und Werbekosten können ebenfalls gefördert werden.

Neu bei den erstattungsfähigen Kostenpositionen sind Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) und Umbaukosten für Hygienemaßnahmen. Für beide Bereiche werden nun auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechende Kosten für bauliche Maßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind. Für Digitalinvestitionen können einmalig bis zu 20.000 Euro gefördert werden.

Einzelhändlern wird der Wertverlust für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 als Kostenposition anerkannt. Das gilt u.a. für Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper und Winterkleidung. Es betrifft aber auch verderbliche Ware, die unbrauchbar wird, wenn sie nicht verkauft werden konnte. Diese Warenabschreibungen können zu 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Dies ergänzt die bereits vorgesehene Möglichkeit, handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 50 Prozent des Abschreibungsbetrages als förderfähige Kosten in Ansatz zu bringen.

Wie und ab wann erfolgt die Antragstellung?

Die Antragstellung erfolgt wie bisher elektronisch durch Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen über die Überbrückungshilfe-Plattform:  ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Die Antragstellung ist seit dem 10. Februar 2021 bis zum 31. August 2021 möglich.

Wie finde ich Steuerberater*innen?

Zur Steuerberatersuche verweisen wir im Bedarfsfall auf die  Webseite der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt.

Muss ich die Kosten für den prüfenden Dritten selbst zahlen?

Die Kosten für den prüfenden Dritten müssen vom Antragsteller*innen selbst getragen werden und zwar für beide Phasen (Antragstellung und spätere Überprüfung). Sie sind aber im Rahmen der Überbrückungshilfe grundsätzlich (anteilig) wie andere förderfähige Fixkosten erstattungsfähig. Sofern der prüfende Dritte im Zeitpunkt der Antragstellung noch keine Rechnung gelegt hat, sind die Kosten zu schätzen.

Wird der Antrag auf Corona-Überbrückungshilfe abgelehnt oder negativ beschieden, erhält der/die Antragstellende entsprechend auch keine Erstattung der Kosten für den prüfenden Dritten.

Kommt es im Rahmen der Schlussabrechnung zu einer Rückforderung (etwa weil sich herausstellt, dass der tatsächliche Umsatzrückgang geringer war als der prognostizierte Umsatzrückgang), fällt die Erstattung der Kosten für den prüfenden Dritten entsprechend geringer aus (z. B. Erstattung von bis zu 60 % statt 90 % der Kosten, wenn der tatsächliche Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 % lag, der prognostizierte Umsatzrückgang jedoch mehr als 70 % betrug).

Antragstellende, die aufgrund von geringeren als erwarteten Umsatzeinbrüchen die volle Überbrückungshilfe zurückzahlen müssen, erhalten dennoch einen Zuschuss in Höhe von 40 % zu den Kosten für die/den prüfenden Dritten.

Müssen ggf. zu viel erhaltene Zuschüsse zurückgezahlt werden?

Die Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder andere „prüfende Dritte“ führen die Schlussabrechnung durch. Sie ist bis spätestens 30. Juni 2022 vorzulegen. Ergibt sich bei der Umsatzermittlung, dass Umsatzrückgänge geringer waren als die geforderten Umsatzeinbruchsschwellen für die Überbrückungshilfe III, müssen bereits erhaltene Zuschüsse ggf. teilweise zurückgezahlt werden. Liegt der Umsatzrückgang in einem Fördermonat bei weniger als 30 Prozent im Vergleich zum Umsatz des Vergleichsmonats, entfällt die Überbrückungshilfe anteilig für den jeweiligen Fördermonat. Vollständig zurückgezahlt werden müssen Zuschüsse nur, wenn die Umsatzrückgänge in den betreffenden Zeiträumen so gering waren, dass Unternehmen nicht mehr antragsberechtigt zur Überbrückungshilfe III sind. Die Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder andere „prüfende Dritte“ (s. o.) ermitteln für die Schlussabrechnung außerdem die endgültigen Fixkosten. Stellen diese Abweichungen der endgültigen Fixkosten von den prognostizierten Kosten fest, müssen ggf. zu viel erstattete Fixkosten entsprechend zurückgezahlt werden. Fallen die Umsatzeinbrüche allerdings stärker aus als erwartet oder wurden die Fixkosten geringer prognostiziert, als sie tatsächlich angefallen sind, gibt es im Gegenzug Nachzahlungen.

Die ausführlichen FAQ zur Überbrückungshilfe III finden Sie hier.

Warnung vor Phishing-Mails: Erneut kursieren E-Mails mit einem falschen Antragsformular für eine Corona-„Überbrückungshilfe Teil 3“ der Bundesregierung für Unternehmen. Öffnen Sie diese E-Mails nicht! Nutzen Sie ausschließlich die Antragsformulare dieser Seite.

Warnung vor Telefonbetrug: Ein Sprachcomputer meldet sich telefonisch bei Ihnen und gibt sich als Finanzverwaltung aus. Um über Coronahilfe informiert zu werden, soll eine Nummer eingegeben werden. Gehen Sie nicht auf solche Anrufe ein, sondern beenden Sie das Gespräch unverzüglich.

Neustarthilfe für Soloselbständige

Die Neustarthilfe für Soloselbständige ist Bestandteil der Überbrückungshilfe III.

Wer ist antragsberechtigt?

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften unterstützt, die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden. Sie erhalten einen Vorschuss von bis zu 7. 500 Euro (bzw. bis zu 30.000 Euro als Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) für den Zeitraum Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu anderen Leistungen, wie z.B. der Grundsicherung, ausgezahlt und nicht auf diese angerechnet.

Dabei gelten unterschiedliche Antragskriterien für folgende Gruppen:

  • Soloselbständige, mit oder ohne Personengesellschaften (z. B. GbR, OHG, KG) wenn sie:
    • hauptberuflich selbständig tätig sind, also freiberuflich arbeiten oder ein Gewerbe betreiben,
    • höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigen, bei einem deutschen Finanzamt gemeldet sind,
    • die Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch genommen haben und
    • schon vor dem 1. Mai 2020 selbständig tätig waren
  • Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften)Seit 15. März 2021 antragsberechtigt!
    Wenn Sie:
    • den überwiegenden Teil ihrer Umsätze aus Tätigkeiten erzielt, die bei einer natürlichen Person als freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeiten gelten würden,
    • von einem ihrer Gesellschafter zu mindestens 25 Prozent gehalten wird und dieser Gesellschafter mindestens 20 Stunden pro Woche für die Gesellschaft arbeitet,
    • höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigt, bei einem deutschen Finanzamt gemeldet ist,
    • die Überbrückungshilfe nicht in Anspruch genommen hat und
    • vor dem 1. Mai 2020 gegründet wurde.
  • Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften)seit 30. März 2021 antragsberechtigt!
    • den überwiegenden Teil ihrer Umsätze aus Tätigkeiten erzielt, die bei einer natürlichen Person als freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeiten gelten würden,
    • von einem ihrer Gesellschafter zu mindestens 25 Prozent gehalten wird und dieser Gesellschafter mindestens 20 Stunden pro Woche für die Gesellschaft arbeitet,
    • höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigt, bei einem deutschen Finanzamt gemeldet ist,
    • die Überbrückungshilfe nicht in Anspruch genommen hat und
    • vor dem 1. Mai 2020 gegründet wurde.
  • Sonderfall: kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten

Wie hoch ist die Neustarthilfe?

Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatige Referenzumsatz, d. h. die Hälfte des Jahresumsatzes 2019. Davon werden einmalig 50 Prozent als Neustarthilfe ausgezahlt – maximal bis 7.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und maximal 30.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften.

Sind die Antragsvoraussetzungen erfüllt, wird die Neustarthilfe zunächst als Vorschuss ausgezahlt. Erst nach Ablauf des Förderzeitraums, also ab Juli 2021, wird die Höhe der Neustarthilfe genau berechnet – und zwar auf Grundlage des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Januar bis Juni 2021. Diese Endabrechnung muss bis zum 31. Dezember 2021 erstellt werden. Die Soloselbständigen bzw. die Kapitalgesellschaften können den Vorschuss in voller Höhe behalten, wenn sie Umsatzeinbußen von über 60 Prozent hatten. Hinweise zur Erstellung der Endrechnung finden Sie in FAQ 4.8.

Eine Ausnahme gibt es für die Antragsberechtigten, die ihre selbständige Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. April 2020 aufgenommen haben. Diese haben ein Wahlrecht und können entweder, den Jahresumsatz 2019, die Summe des Monatsumsatzes der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den Umsatz des 3. Quartals 2020 heranziehen.

Erfolgt eine Anrechnung der Neustarthilfe auf Sozialleistungen?

Auf Leistungen der Grundsicherung ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.

Wie erfolgt die Antragsstellung?

Die Neustarthilfe gilt im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021. Anträge können bis zum 31. August 2021 eingereicht werden.

Bei der Antragstellung wird unterschieden zwischen Soloselbständigen ohne Personengesellschaften, Soloselbständigen mit Personengesellschaften bzw. Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften.

  • Soloselbständige ohne Personengesellschaft sowie Personen mit kurz befristeten Beschäftigten in den Darstellenden Künsten (Sonderfall) haben ein Wahlrecht: Sie können ihren Antrag für die Neustarthilfe direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Oder sie können einen prüfenden Dritten (z.B. einen Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer) beauftragen, einen Antrag für sie zu stellen. Die Kosten für den prüfenden Dritten werden anteilig übernommen.

  • Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und Soloselbständige mit Personengesellschaften brauchen einen prüfenden Dritten: Soloselbständige, die Umsätze aus der Personengesellschaft berücksichtigen oder einen Antrag für ihre Ein-Personen-Kapitalgesellschaft stellen möchten, beantragen die Neustarthilfe mithilfe eines prüfenden Dritten.

    Seit dem 15. März können Soloselbständige, die Gesellschafter einer Personengesellschaft sind, in ihrem Antrag auf Neustarthilfe die Umsätze der Personengesellschaft geltend machen. Im Antragsformular geben die Soloselbständigen auch die Umsätze oder einen Anteil der Umsätze der Personengesellschaft an. Die Höhe des Anteils richtet sich danach, wie normalerweise die Gewinne der Personengesellschaft verteilt werden. Hat der Soloselbständige also z.B. zwei Mit-Gesellschafter und bekommt normalerweise jeder ein Drittel der Gewinne, dann kann der Soloselbständige ein Drittel der Umsätze der Gesellschaft in seinem Antrag auf Neustarthilfe angeben. Antragsteller und Empfänger der Neustarthilfe ist aber der Soloselbständige, nicht die Gesellschaft.

  • Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften brauchen einen prüfenden Dritten: Soloselbständige, die einen Antrag für ihre Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft stellen möchten, können ab Ende März 2021 die Neustarthilfe ebenfalls mithilfe eines prüfenden Dritten beantragen. Der prüfende Dritte stellt für die Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft einen Antrag im Namen der Kapitalgesellschaft. Die Förderung, die der Kapitalgesellschaft nach dem Referenzumsatz zusteht, wird mit der Anzahl der Gesellschafter multipliziert, die mindestens 25 Prozent der Anteile an der Gesellschaft halten und mindestens 20 Stunden für die Gesellschaft arbeiten.

Weitere Programmdetails sowie die FAQ zur Neustarthilfe sind hier abrufbar.

Warnung vor Phishing-Mails

Anträge zu den Corona-Hilfen des Bundes können ausschließlich über die Bundes-Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de online eingereicht werden. In der Regel erfolgt die Antragstellung über einen prüfenden Dritten (z. B. Steuerberater, Buchprüfer) bzw. bei Soloselbständigen mittels eines ELSTER-Zertifikats. Wichtig: Wenn Sie via E-Mail zur Antragstellung aufgefordert werden, handelt es sich hierbei vermutlich um einen Phishing-Versuch. Folgen Sie den Aufforderungen nicht!

Hinweise wie man Phishing-Mails erkennt, gibt die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt unter diesem Link.

Warnung vor Telefonbetrug

Ein Sprachcomputer meldet sich telefonisch bei Ihnen und gibt sich als Finanzverwaltung aus. Um über Coronahilfe informiert zu werden, soll eine Nummer eingegeben werden. Gehen Sie nicht auf solche Anrufe ein, sondern beenden Sie das Gespräch unverzüglich.



Überbrückungshilfe II

Die Antragsfrist endete am 31. März 2021. Änderungsanträge können aber bis zum 31. Mai gestellt werden. Weitere Informationen zu Änderungsanträgen finden Sie hier.

Die Überbrückungshilfe unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Es ist zwar nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen, aber Änderungsanträge können noch bis einschließlich 30. Oktober 2020 eingereicht werden. 

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe (Überbrückungshilfe II) umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diese Phase können seit dem 21. Oktober 2020 gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. März 2021. 

Angesichts steigender Infektionszahlen fördert die Überbrückungshilfe II auch Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in die Außenbereiche, wo die Ansteckungsrisiken geringer sind. Förderfähig sind hierfür etwa die Anschaffung von Außenzelten oder Wärmestrahlern. Dies ergänzt die bereits zuvor mögliche Förderung von Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel die Anschaffung von Desinfektionsmittel und Luftfilteranlagen. 

Antragstellung:
Die Antragstellung erfolgt wie bisher über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Die Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgen über die Bewilligungsstellen der Bundesländer. 

Förderhöhe

Die Überbrückungshilfe (2. Phase) erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen. Andere Corona-bedingte Hilfsprogramme des Bundes, der Länder oder der Kommunen mit gleichem Förderzweck im gleichen Bezugszeitraum werden angerechnet.

Die Berechnung wird jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe (2. Phase) für den jeweiligen Fördermonat.

Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Unternehmerlohn ist nicht förderfähig. 

Weitere Informationen zur Handhabung der zweiten Förderphase des Bundesprogramms „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ sind auf der   ZDH-Homepage abrufbar.

Zusätzlich verweisen wir auf die vom Bundeswirtschaftsministerium erarbeitete FAQ-Liste, die fortlaufend ergänzt wird und unter diesem Link abrufbar ist.

Unter Downloads  Leitfaden zur Antragstellun

Cornelia Strümpel
Sekretariat Betriebsberatung/Unternehmensförderung

Tel. 0391 6268-243
Fax 0391 6268-110
cstruempel--at--hwk-magdeburg.de

Downloads:



"Novemberhilfe- und Dezemberhilfe" 

Die Novemberhilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Soloselbstständige, Freiberufler, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen gemäß Bund-Länder-Beschluss vom 28.Oktober betroffen sind. Eine Antragstellung ist seit 25. November 2020 möglich.

Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. (Erläuterungen zu Änderungsanträgen für Direktantragsteller und über prüfende Dritte

Wer ist antragsberechtigt?

Hinweis: Unternehmen, die bundesweit erst ab Mitte Dezember 2020 schließen mussten (u. a. Friseursalons), sind nicht antragsberechtigt. Sie sollten eine Antragstellung auf Überbrückungshilfe prüfen.

Antragsberechtigt sind:

  • Direkt betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, deren zeitweise Schließung aufgrund der Corona-Maßnahmen im November 2020 angeordnet wurde. Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.
  • Unternehmen, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit Unternehmen erzielen, die direkt von Schließungen betroffen sind.
  • Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Maßnahmen betroffenen Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen.
NEU ab 30. März 2021:

Die außerordentlichen Wirtschaftshilfen für die Monate November und Dezember wurden vereinfacht und ermöglichen jetzt auch sogenannten angeschlossenen Gaststättenbetrieben Anträge zu stellen. Gaststätten, die an ein Unternehmen, wie beispielsweise an eine Brauerei angeschlossen sind, werden dadurch so behandelt, als handele es sich um eigenständige Unternehmen. Der Gaststättenteil ist unabhängig vom restlichen Unternehmen und damit ebenso wie andere Gaststätten antragsberechtigt.

Welche Förderung gibt es?

Mit der November- und Dezemberhilfe werden Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes im November und Dezember 2019 gewährt, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen. Werden im November trotz Schließung Umsätze erzielt, werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.

Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober beziehungsweise 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung bis einschließlich 31. Oktober 2020 gewählt werden.

Anrechnung erhaltener Leistungen: Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November und Dezember 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Die Anträge können über  die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. 

Besonderheit bei Soloselbständigen

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie sind unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt. Eine Direktantragstellung ist möglich unter:direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Folgenden drei Kriterien müssen dazu erfüllt sein:

  • Es handelt sich beim Antragsteller um einen Soloselbständigen im Sinne der Novemberhilfe, das heißt zum Stichtag 29. Februar 2020 wurde weniger als ein Mitarbeiter auf Vollzeitbasis beschäftigt.
  • Die Höhe der zu beantragenden Novemberhilfe beträgt höchstens 5.000 Euro.
  • Der Antragsteller hat nicht bereits Leistungen aus der Überbrückungshilfe (I oder II) beantragt.

Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Ohne dieses Elster-Zertifikat erhält man keinen Zugang zum Antragsformular.

Erforderliche Unterlagen:

  • detaillierte Unterlagen zum Unternehmen/er (Steuernummern und Steuer-ID-Nummern, Gründungsdatum, Anschrift, gesetzl. Vertreter, evtl. Gesellschaftsverträge, HR-Auszüge u. ä.)
  • Identitätsnachweise (Personalausweis), Geburtsdatum
  • letzte(r) Steuerbescheid(e); (Ermittlung zuständiges Finanzamt)
  • beim Finanzamt hinterlegte Kontoverbindung
  • Branche gem. Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008)
  • andere Bewilligungsbescheide (coronabedingte Zuschussprogramme)
  • betriebswirtschaftliche Auswertungen, Summen- und Saldenlisten 2019 und 2020,
  • Umsatzsteuervoranmeldungen November 2019/2020 bzw. IV. Quartal 2019/2020, Unterlagen zum Besteuerungsverfahren in der USt
  • Aufzeichnungen zur Zusammensetzung der Monatsumsätze 2019 und 2020
  • Erklärung / Bestätigung zur Haupterwerbstätigkeit bei Soloselbständigen oder Freiberuflern
  • eventuell Angaben zu verbundenen Unternehmen

Zur Steuerberatersuche verweisen wir im Bedarfsfall auf die Webseite der  Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt. Dort finden Sie auch weitere, umfassende Hinweise und Informationen zur„Novemberhilfe- und Dezemberhilfe“.

Programmdetails finden Sie hier.  Lesen Sie dazu auch die FAQs zur „November- und Dezemberhilfe“.





"Sachsen-Anhalt ZUKUNFT" - Darlehen für Unternehmen bis zu 50 Beschäftigte

Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts erweiterte das zunächst mit der "Soforthilfe" gestartete Hilfsprogramm "Sachsen-Anhalt ZUKUNFT". Neben Zuschüssen stehen Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten damit auch vergünstigte Kredite zur Verfügung.

Das Beraterteam der Handwerkskammer unterstützt Handwerksbetriebe bei Fragen zur Antragstellung. Sie erreichen unser Team unter:  betriebsberatung@hwk-magdeburg.de und   0391 6268-243.

Wer wird gefördert?

Das Finanzierungsangebot richtet sich an bestehende Unternehmen in jeglicher Rechtsform einschließlich Angehöriger freier Berufe, die durch die Corona-Krise betroffen sind, bis zu 50 Arbeitnehmer beschäftigen und einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. EUR aufweisen, wobei verbundene Unternehmen entsprechend der KMU-Definition der EU in die Betrachtung einbezogen werden.

Was wird gefördert?

Das Darlehen dient der Liquiditätssicherung von Unternehmen, die durch die Auswirkungen der "Corona-Krise" unverschuldet in wirtschaftliche Probleme geraten sind.

Wie wird gefördert?

Gewährt werden Darlehen zwischen 10.000 Euro und 150.000 Euro bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs.

Die ersten zwei Jahre werden dabei zins- und tilgungsfrei gewährt, die maximale Darlehenslaufzeit beträgt 10 Jahre und spätestens bis zum Ablauf der ersten zwei Jahre wird ein entgeltfreies Sondertilgungsrecht der vollständigen Restschuld (in einer Summe) eingeräumt.

Die Darlehensgewährung erfolgt ohne Besicherung.

Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert?

Es ist ein Nachweis zu erbringen, dass per 31.12.2019 die Kriterien für "Unternehmen in Schwierigkeiten" nicht erfüllt worden. Des Weiteren sind die Auswirkungen der Corona-Krise plausibel darzulegen.

Eine nachhaltige Rentabilität des Darlehensnehmers muss zum 31.12.2019 geeignet nachgewiesen sein.

Die Finanzierung des gesamten Vorhabens muss sichergestellt sein und die ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag muss erwartet werden können.

Antragstellung bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt

Die Antragstellung erfolgt hier online. Durch Fragen und automatische Ausfüllhilfen werden Sie durch den Online-Antrag geleitet.

Es ist vorab keine Stellungnahme der Hausbank notwendig.

Zum wirtschaftlichen Status des Unternehmens sind letzte Jahresabschlüsse sowie eine Liquiditätsplanung vorzulegen. Im Gegensatz zu anderen Programmen verzichtet die Investitionsbank jedoch auf Vorlage von Businessplänen.

Weitere Programmdetails finden Sie auf der Seite der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

"Sachsen-Anhalt ZUKUNFT" - Darlehen für Unternehmen bis max. 500 Beschäftigte

Wer wird gefördert?

Das Finanzierungsangebot richtet sich an bestehende Unternehmen (auch Einzelunternehmen) einschließlich der Angehörigen freier Berufe, deren Firmensitz oder Betriebsstätte sich in Sachsen-Anhalt befindet unter den Voraus-setzungen, dass das Unternehmen bis einschließlich 500 Mitarbeitern nachfolgende Parameter a) oder b) in der Unternehmensgruppe einhält:

a) - der Jahresumsatz 100 Mio. EUR nicht übersteigt

oder

die Jahresbilanzsumme höchstens 86 Mio. EUR beträgt.

b) - durch die Corona-Krise („Corona-Krisen-Fall“)

betroffen und

- der Jahresumsatz 2 Mrd. EUR nicht übersteigt.

In begründeten Einzelfällen kann von der maximalen Mitarbeiteranzahl abgewichen werden.

Was wird gefördert?

Das Darlehen dient zum einen der Liquiditätssicherung von Unternehmen, die durch die Auswirkungen der "Corona-Krise" unverschuldet in wirtschaftliche Probleme geraten sind. Zum anderen der Finanzierung von Ausgaben, insbesondere für:

  • Investitionen in der Regel in gewerblich eigengenutzte Gebäude, insbesondere dem Grundstücks- und Gebäudeerwerb,
  • Investitionen in Anlage- und/oder Umlaufvermögen und
  • Auftragsvorfinanzierung

Wie wird gefördert?

Gewährt werden kann ein Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs. Eine Kombination mit anderen Darlehensprodukten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt zum gleichen Vorhaben ist ausgeschlossen.

Voraussetzung für eine weitere Antragstellung ist, dass das Vorhaben, welches zunächst finanziert wurde, abgeschlossen ist, die bereitgestellten Kredite vollständig eingesetzt sowie die Mittelverwendungskontrolle durchgeführt wurden. Eine Darlehensgewährung aus Mitteln des Fonds ist in der Regel nur bis zu einer Gesamtsumme von 3 Mio. EUR möglich. Bei einem „Corona-Krisen-Fall“ bis zu 5 Mio. EUR. Die Mindestdarlehenssumme beträgt grundsätzlich 25.000 EUR.

Antragstellung bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt

Die Antragsunterlagen sowie weitere Programmdetails finden Sie im Downloadbereich auf der Seite der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Cornelia Strümpel
Sekretariat Betriebsberatung/Unternehmensförderung

Tel. 0391 6268-243
Fax 0391 6268-110
cstruempel--at--hwk-magdeburg.de

Download Antragsunterlagen und weitere Infos:

 www.ib-sachsen-anhalt.de/temp-ib-darlehen-fuer-kleine-unternehmen

Grundsicherung für Selbständige

Pandemiebedingt können Selbständige für ihre Mitarbeiter  Kurzarbeitergeld beantragen, sofern der Betrieb die Bedingungen zur Beantragung erfüllt. Dieses Kurzarbeitergeld können Unternehmer und Soloselbständige jedoch nicht für sich selbst nutzen.

Die Bundesagentur empfiehlt Selbstständigen, die hilfsbedürftig werden, die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) beim zuständigen Jobcenter zu beantragen. Die Selbständigkeit kann dabei bestehen bleiben.

Umfangreiche Informationen und hilfreiche Links finden Sie auf unserer Sonderseite Grundsicherung für Selbständige in Zeiten der Coronakrise.

Cornelia Strümpel
Sekretariat Betriebsberatung/Unternehmensförderung

Tel. 0391 6268-243
Fax 0391 6268-110
cstruempel--at--hwk-magdeburg.de

Verdienstausfall durch Coronavirus

Bei Verdienstausfällen aufgrund angeordneter Schutzmaßnahmen des Gesundheitsamtes nach dem Infektionsschutzgesetz können beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Verdienstausfallentschädigungen beantragt werden.

Diese Verdienstausfallentschädigungen nach § 56 Absatz 1 IfSG setzen zwingend die Anordnung von Quarantänemaßnahmen oder ein (nach § 42 IfSG gesetzliches) angeordnetes Tätigkeitsverbot gegenüber sog. Ausscheidern, Ansteckungsverdächtigen, Krankheitsverdächtigen oder Trägern von Krankheitserregern durch das zuständige deutsche Gesundheitsamt voraus.

Für Personen, die selbst weder Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder sonstiger Träger von Krankheitserregern sind, sondern mittelbar oder unmittelbar aufgrund der Verordnungen über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt ihrer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen können, besteht laut Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt kein Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung auf Grundlage des § 56 Abs. 1 IfSG.

Mehr Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie  hier.  

Für Fragen hat das Landesverwaltungsamt die E-Mailadresse  entschaedigung.ifsg@lvwa.sachsen-anhalt.de sowie die Hotline: 0345 514-1705 geschaltet.



KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

Erweiterungen bei KfW-Schnellkrediten – jetzt auch für Unternehmen unter 10 Mitarbeitern

Verlängerung: Bis zum 31.12.2021 können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse den KfW-Schnellkredit 2020 abschließen.

Seit 9. November ist der KFW-Schnellkredit auch für Unternehmen unter 10 Mitarbeitern für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) beantragbar.  Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes.

Wer wird gefördert?

  • Selbstständige und Unternehmen unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten,
  • die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind und
  • in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben (sofern das Unternehmen bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen).

Kredithöhe und Auszahlung (ab 1. April 2021)

• Maximal 675.000 Euro pro Unternehmensgruppe bis einschließlich 10 Beschäftigte beim antragstellenden Unternehmen.

• Maximal 1,125 Mio. Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 10 bis einschließlich 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.

• Maximal 1,8 Mio. Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.

Weitere Informationen zum Schnellkredit finden Sie  hier.

KfW-Unternehmer­kredit

Für etablierte Unternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind

Verlängerung: Bis zum 31.12.2021 können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel abschließen

Im Rahmen des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wurde der bestehende KfW-Unternehmerkredit erweitert. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro. 

Mit ihm können Kreditbeträge bis zu 100 Mio. Euro beantragt werden für: 

• Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)

• Alle laufenden Kosten wie Miete und Gehälter (Betriebsmittel)

• Material- und Warenlager

• Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen, auch Über­nahmen und tätige Beteiligungen 

Die KfW übernimmt einen Teil des Risikos Ihrer Hausbank. 

• Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risikoübernahme

• Für große Unternehmen bis zu 80 % Risikoübernahme 

Das Programm steht Unternehmen zur Verfügung, die bedingt durch die Corona-Krise vorübergehend Finanzierungsschwierigkeiten haben, jedoch strukturell gesund und langfristig wettbewerbsfähig sind. Das Unternehmen darf folglich zum 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Definition der Europäischen Union gewesen sein. 

Die weiteren Kreditdetails finden Sie  hier

Weitere KfW-Kredite sind unter folgendemLink nachlesbar.



Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt

Die Bürgschaftsbank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) unterstützten mit Bürgschaften für Hausbankkredite oder Beteiligungskapital als Ergänzung zum klassischen Bankkredit. Der Zugang zu Finanzierungen kann so ermöglicht werden, wenn eigenes Kapital und ausreichende Kreditsicherheiten fehlen.  Damit stellen sie kleinen und mittleren Unternehmen wirksame Finanzierungshilfen zur Verfügung, um die Corona-Epidemie wirtschaftlich gesund zu überstehen.

Gemäß Presseinformation vom 1. Dezember 2020 haben das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Kooperation mit den Ministerien der Bundesländern Erleichterungen im Rahmen der Rückgarantieerklärungen beschlossen, damit die mittelständischen Unternehmen mit Hilfe von typisch stillen Beteiligungen durch die Krise kommen. Mit der neuen Rückgarantieerklärung von Bund und Land, die der MBG den Handlungsrahmen vorgibt, werden temporär die Finanzierung von Betriebsmitteln sowie die Kombination mit den KfW-Schnellkrediten ermöglicht. Ergänzend sollen durch die Delegation der Entscheidungsbefugnis von Beteiligungssummen bis zu 2,5 Mio. EURO vom Bund auf die Landesministerien die Entscheidungsprozesse beschleunigt werden. Gleichzeitig entfällt die bei der Vergabe von Beteiligungskapital geforderte Eigenkapitalparität, die für schwächer kapitalisierte Unternehmen oftmals eine schwer überwindbare Hürde darstellt. 

Weitere Informationen zu den Finanzierungsprodukten der Bürgschaftsbank und MBG Sachsen-Anhalt sind abrufbar unter:  www.bb-mbg.de. Unter dem Link finanzierungsportal.ermoeglicher.de können Betriebe direkt Finanzierungsanfragen stellen. Kontaktieren Sie auch gern das Beraterteam der Handwerkskammer bei Finanzierungsfragen.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Für die vom Lockdown betroffenen Unternehmen können die Sozialversicherungsbeiträge für März 2021 gestundet werden.

Der GKV-Spitzenverband teilt im beigefügten Rundschreiben (siehe Download) mit, dass auch die Beiträge für den Monat März 2021 gestundet werden, da den vom Lockdown betroffenen Unternehmen die Wirtschaftshilfen in Form der Überbrückungshilfe III in weiten Teilen erst in den nächsten Wochen zufließen werden. Für diese Stundung gelten die gleichen Voraussetzungen, wie dies bereits für die Beiträge für die Monate November und Dezember 2020 praktiziert wurde, d.h. die Stundung wird längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats April 2021 gestundet.

Auch die Beiträge für die Monate Januar und Februar können bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats April 2021 gestundet werden. Weitere Informationen und Dokumente für eine Anstragsstellung finden Sie hier.

2. Stundung der Unfallversicherungsbeiträge

Der Zentralverband des Handwerks (ZdH) setzt sich gegenüber der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) dafür ein, dass im Rahmen der Beitragsbescheide, die die Berufsgenossenschaften in diesem Jahr versenden, erneut Erleichterungen in Form von Stundungen und Ratenzahlungen für die Unternehmen angeboten werden, sofern sie sich wegen der Corona-Pandemie in einer wirtschaftlichen Notlage befinden. Die Selbstverwaltungsgremien der jeweiligen Berufsgenossenschaften entscheiden hierüber allerdings autonom.

Daher empfehlen wir betroffenen Arbeitgeber*innen, die eine Stundung/Ratenzahlung der Unfallversicherungsbeiträge wünschen, sich nach Erhalt der Beitragsbescheide unbedingt mit ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft in Verbindung zu setzen.

Beantragung von Zahlungsaufschub, Ratenzahlung oder Beitragsreduzierung

Ein Antrag auf Zahlungsaufschub kann durch formlosen Antrag bei der jeweiligen Behörde bzw. Institution gestellt werden. Die Bewilligung liegt jeweils im Ermessen des (Vertrags)-Partners.

Rentenversicherung (Versicherungsbeitrag)

Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind (i.d.R. über die Handwerkerrentenversicherung) und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit dem Versicherer. Sie erreichen die Deutsche Rentenversicherung unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 1000 4800.



Weitere Behörden/Institutionen und kommunale Unternehmen mit Möglichkeit auf Stundungsantrag:

  • Agentur für Arbeit (Beiträge zur Arbeitslosenversicherung)
  • ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (Rundfunkbeitrag)
  • Berufsgenossenschaft (Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung, ggf. auch zur freiwilligen Unternehmerversicherung)
  • Finanzamt (z. B. Einkommensteuervorauszahlung, Gewerbesteuervorauszahlung)
  • GEMA (GEMA-Gebühren)
  • Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer (Mitgliedsbeiträge)
  • Kranken- und Pflegeversicherung (Versicherungsbeitrag)
  • Abfallentsorgung (Kommunaler Versorger)
  • Sonstige Versicherungen (um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, unbedingt mit dem Kundendienst der Versicherung Kontakt aufnehmen)

Außerdem sollte gleichzeitig die Befreiung bzw. Verzicht auf Stundungszinsen und Sicherheitsleistungen sowie die Aussetzung der Zahlung obiger Beiträge bis zur Entscheidung des Stundungsantrages beantragt werden.

Folgende Berufsgenossenschaften bieten Stundungen/Ratenzahlungen an:

Auflistung Hilfen zur Liquiditätssicherung

Der ZDH stellt eine Kurzzusammenfassung für Hilfen zur Liquiditätssicherung in Form einer Liste zur Verfügung, die maßnahmenbezogen alle Inhalte der  ZDH-Corona-Seite bündelt.