Corona-Soforthilfe-Webbbanner-Coloures-Pic-1140x488
Coloures Pic - stock.adobe.com

Finanzielle Unterstützungen für Betriebe in der Coronakrise

Überbrückungshilfen und andere finanzielle Möglichkeiten für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmer.

Eine allgemeine Übersicht über mögliche Corona-Hilfen finden Sie im folgenden Schaubild sowieunter diesem Link.



coronahilfen foerderinstrumente infografik August 2021
Bundesministerium für Wirtschaft



Details zu den einzelnen Programmen erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.  



Überbrückungshilfe III Plus

Mit der Überbrückungshilfe III Plus sollen weiterhin alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler unterstützt werden. Die Bedingungen entsprechen denjenigen der Überbrückungshilfe III. 

Die Überbrückungshilfe III Plus wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Damit auch der Eigenkapitalzuschuss. Nicht verlängert wird allerdings die bisherige Restart-Prämie innerhalb des Programms.

Die Hilfe kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden.

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III Plus finden Sie auf dieser Internetseite.





Neustarthilfe Plus

Sie baut auf die bestehende Neustarthilfe auf und wird ebenfalls bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Mit dem erweiterten Programm werden weiterhin Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie unterstützt.

Zunächst kann die Neustarthilfe Plus nur per Direktantrag im eigenen Namen beantragt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.





Überbrückungshilfe III

Die Überbrückungshilfe III beinhaltet Zuschusszahlungen zu den betrieblichen Fixkosten für Unternehmen, erhebliche corona-bedingte Umsatzausfälle zu verzeichnen haben. Voraussetzung sind dabei Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.



Neustarthilfe für Soloselbständige

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige in allen Wirtschaftszweigen finanziell unterstützt, die im Zeitraum Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Auch kleine Kapitalgesellschaften und Genossenschaften können Unterstützung durch die Neustarthilfe erhalten, wenn der überwiegende Teil der Einkünfte – würden sie von einer natürlichen Person erzielt – als gewerbliche oder freiberufliche Einkünfte gelten würden.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.







Härtefallfonds

Bund und Länder wollen mit den Härtefallhilfen Unternehmen und Selbstständige unterstützen, die bislang durch das Raster der Corona-Hilfen fielen, aber förderwürdige Fixkosten aufweisen und die wirtschaftliche Not eindeutig durch die Corona-Pandemie bedingt wurde. Für Sachsen-Anhalt stehen mehr als 40 Mio. Euro zur Verfügung, wovon die Hälfte vom Bund finanziert wird.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen und Selbstständige, die eine Corona-bedingte erhebliche finanzielle Härte erlitten haben und bei denen durch besondere Fallkonstellationen die bestehenden Hilfsprogramme von Bund und Ländern bisher nicht greifen konnten. Die Entscheidung, ob eine solche Härte vorliegt, treffen die Länder in eigener Regie unter Billigkeitsgesichtspunkten und auf Grundlage von Einzelfallprüfungen.

Die Härtefallhilfe dient als Ergänzungshilfe des Bundes und der Länder zu den bisherigen Unternehmenshilfen und ist ebenfalls durch prüfende Dritte (Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer) über die Webseite www.haertefallhilfen.de/sachsen-anhalt zu beantragen.

Die Richtlinie sowie den Änderungserlass vom 27. Juli 2021 finden Sie u. a. auf der Internetseite der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Die Härtefallhilfe auf einen Blick:

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind ausschließlich Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Sachsen-Anhalt bzw. Selbständige, die ihren ersten Wohnsitz in Sachsen-Anhalt haben und hier steuerlich geführt werden, wenn sie von der Pandemie mit besonderer Härte betroffen sind. Ausgeschlossen sind Unternehmen oder Selbständige, deren pandemiebedingte Härte bereits durch die Inanspruchnahme von anderen Mitteln von Bund, Land oder Kommunen abgewendet werden kann. Des Weiteren sind Unternehmen oder Selbständige, die am oder seit dem 31.12.2019 durchgehend die Kriterien eines Unternehmens in Schwierigkeiten im Sinne des Art. 2 Nummer 18 der Allgemeinen Gruppengleichstellungsverordnung (AGVO)1 erfüllten.

Wann liegt die besondere Härte vor?

Eine pandemiebedingte besondere Härte liegt vor, wenn der/die Antragsteller*in außerordentliche Belastungen zu tragen hat, die absehbar die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens bedrohen. Die wirtschaftliche Existenz ist bedroht, wenn in dem jeweiligen vom Antrag umfassten Monat durch die Pandemie bedingte Verluste eingetreten sind oder prognostisch eintreten werden, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit zur Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 17 Abs.2 Satz 1 Insolvenzordnung führen oder führen können.

Billigkeitsleistungen werden nur für pandemiebedingte besondere Härten gewährt, die nach dem 11. März 2020 entstanden sind.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Voraussetzung für die Billigkeitsleistung ist eine durch die Corona-Pandemie bedingte, bisher nicht ausgeglichene oder noch entstehende Belastung in dem Zeitraum vom 1. November 2020 bis 30. September 2021 im Sinne der bisherigen Unternehmenshilfen, insbesondere der Überbrückungshilfe III und ihren Branchenregeln wie auch der November- und Dezemberhilfe, sofern ein Härtefall geltend gemacht wird. Billigkeitsleistungen werden nur gewährt, wenn in den von dem Antrag umfassten Monaten für die pandemiebedingte besondere Härte durch besondere Konstellationen keine anderen Zuwendungen oder Billigkeitsleistungen in Anspruch genommen werden können oder wurden, welche die gleichen Engpässe ausgleichen.

Wie hoch ist die Billigkeitsleistung?

Die Billigkeitsleistung wird als einmalige nicht rückzahlbare Leistung gewährt. Die Höhe der Unterstützungsleistung richtet sich nach der durch die Corona-Pandemie bedingten, bisher nicht ausgeglichenen Belastung und orientiert sich grundsätzlich an den förderfähigen Tatbeständen der bisherigen Unternehmenshilfen des Bundes, d.h. insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. Es können damit förderfähige Fixkosten wie Mieten, Versicherungen oder Aufwendungen für Zinsen, Strom und Heizung etc. erstattet werden.

In Abhängigkeit von der Belastung sollen die Billigkeitsleistungen im Regelfall 100.000 EUR nicht übersteigen. In begründeten Ausnahmefällen können höhere Beträge gewährt werden. Die Billigkeitsleistung ist gegenüber allen anderen Hilfen subsidiär.

Wann ist eine Beantragung möglich?

Anträge auf Gewährung der Härtefallhilfe können bis Ende Oktober 2021 über unter www.haertefallhilfen.de/sachsen-anhalt online über prüfende Dritte gestellt werden. Den Link zum Antrag sowie weitere Informationen finden Sie hier

Hinweise finden Sie auch auf den Seiten des Landes sowie der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt.



Hinweis:

Die Steuernummer wird je nach Bundesland in unterschiedlichen Formaten ausgegeben. Nutzen Sie deshalb bitte den Steuernummer-Umrechner für die Eingabe der Steuernummer in der einheitlichen Form bei der Antragstellung der Corona-Wirtschaftshilfen.





Förderprogramm "Sachsen-Anhalt PLAN"

Landesförderung

Mit dem Förderprogramm „Sachsen-Anhalt PLAN“ können in die Krise geratene Unternehmen mit Sitz in Sachsen-Anhalt einen Zuschuss zur Erstellung von Insolvenzplänen und Sanierungskonzepten beantragen. Das Insolvenzplanverfahren stellt ein wichtiges Instrument dar, um die Geschäftsfortführung sicherzustellen. Mit dem „Sachsen-Anhalt PLAN“ sollen mehr Unternehmen ermutigt werden, das Insolvenzplanverfahren zu wählen, um den Erhalt des Unternehmens nach einer Insolvenz zu sichern.

Am 19. April 2021 wurden im Ministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt die neuen Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Erstellung von Sanierungskonzepten und der Aufstellung von Insolvenzplänen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die aufgrund der Corona-Krise in Schwierigkeiten sind (Richtlinien Insolvenzplan KMU), veröffentlicht.

Bis zum 30. November 2021 können Anträge formgebunden bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gestellt werden.

Über diesen Link zur Internetseite der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gelangen Sie zum Programm.

Bei Fragen zur Krisenbewältigung kontaktieren Sie gern das Beraterteam der Handwerkskammer.





Überbrückungshilfe II

Die Antragsfrist endete am 31. März 2021.

Änderungsanträge konnten bis einschließlich 30. Juni 2021 gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung war ebenfalls bis zum 30. Juni 2021 möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Internetseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.





"Novemberhilfe- und Dezemberhilfe" 

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützte Unternehmen, Selbständige und Vereine, die von den Schließungen ab 2. November 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen waren. Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021. Änderungsanträge und Korrekturen der IBAN waren bis zum 31. Juli 2021 möglich (verlängerte Frist).

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Internetseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.





Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - IB-Konjunkturdarlehen für KMU

Das IB-Konjunkturdarlehen stellt bestehenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einschließlich der Angehörigen der freien Berufe finanzielle Mittel für Investitionen und die Liquiditätssicherung infolge des COVID-19-Ausbruchs zur Verfügung.

Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie auf der Internetseite der Investitionsbank Sachsen-Anhalts.





Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - IB-Darlehen für große Unternehmen

Das Darlehensprogramm unterstützt Unternehmen bis max. 500 Mitarbeiter*innen und

  1. max. 100 Mio. Euro Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von max. 86 Mio. Euro oder
  2. durch die Corona-Krise betroffen sind und einen Jahresumsatz von max. 2 Mrd. Euro verzeichnen

Gefördert werden Liquiditätshilfen, Investitionen sowie Auftragsvorfinanzierung. Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie hier auf der Internetseite der Investitionsbank Sachsen-Anhalts.





Grundsicherung für Selbständige

Pandemiebedingt können Selbständige für ihre Mitarbeiter  Kurzarbeitergeld beantragen, sofern der Betrieb die Bedingungen zur Beantragung erfüllt. Dieses Kurzarbeitergeld können Unternehmer und Soloselbständige jedoch nicht für sich selbst nutzen.

Die Bundesagentur empfiehlt Selbstständigen, die hilfsbedürftig werden, die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) beim zuständigen Jobcenter zu beantragen. Die Selbständigkeit kann dabei bestehen bleiben.

Umfangreiche Informationen und hilfreiche Links finden Sie auf unserer Sonderseite Grundsicherung für Selbständige in Zeiten der Coronakrise.



Verdienstausfall durch Coronavirus

Bei Verdienstausfällen aufgrund angeordneter Schutzmaßnahmen des Gesundheitsamtes nach dem Infektionsschutzgesetz können beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Verdienstausfallentschädigungen beantragt werden.

Diese Verdienstausfallentschädigungen nach § 56 Absatz 1 IfSG setzen zwingend die Anordnung von Quarantänemaßnahmen oder ein (nach § 42 IfSG gesetzliches) angeordnetes Tätigkeitsverbot gegenüber sog. Ausscheidern, Ansteckungsverdächtigen, Krankheitsverdächtigen oder Trägern von Krankheitserregern durch das zuständige deutsche Gesundheitsamt voraus.

Für Personen, die selbst weder Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder sonstiger Träger von Krankheitserregern sind, sondern mittelbar oder unmittelbar aufgrund der Verordnungen über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt ihrer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen können, besteht laut Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt kein Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung auf Grundlage des § 56 Abs. 1 IfSG.

Mehr Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie  hier.  

Für Fragen hat das Landesverwaltungsamt die E-Mailadresse  entschaedigung.ifsg@lvwa.sachsen-anhalt.de sowie die Hotline: 0345 514-1705 geschaltet.



KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

KFW-Schnellkredit 2020 für alle Unternehmen

Verlängerung: Bis zum 31.12.2021 können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse den KfW-Schnellkredit 2020 abschließen.

Wer wird gefördert?
  • Selbstständige und Unternehmen unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten,
  • die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind und
  • in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben (sofern das Unternehmen bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen).

Kredithöhe und Auszahlung

• Maximal 675.000 Euro pro Unternehmensgruppe bis einschließlich 10 Beschäftigte beim antragstellenden Unternehmen.

• Maximal 1,125 Mio. Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 10 bis einschließlich 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.

• Maximal 1,8 Mio. Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.

Weitere Informationen zum Schnellkredit finden Sie  hier.

KfW-Unternehmer­kredit

Für etablierte Unternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind

Verlängerung: Bis zum 31.12.2021 können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel abschließen

Im Rahmen des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wurde der bestehende KfW-Unternehmerkredit erweitert. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro. 

Mit ihm können Kreditbeträge bis zu 100 Mio. Euro beantragt werden für: 

• Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)

• Alle laufenden Kosten wie Miete und Gehälter (Betriebsmittel)

• Material- und Warenlager

• Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen, auch Über­nahmen und tätige Beteiligungen 

Die KfW übernimmt einen Teil des Risikos Ihrer Hausbank. 

• Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risikoübernahme

• Für große Unternehmen bis zu 80 % Risikoübernahme 

Das Programm steht Unternehmen zur Verfügung, die bedingt durch die Corona-Krise vorübergehend Finanzierungsschwierigkeiten haben, jedoch strukturell gesund und langfristig wettbewerbsfähig sind. Das Unternehmen darf folglich zum 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Definition der Europäischen Union gewesen sein. 

Die weiteren Kreditdetails finden Sie  hier

Weitere KfW-Kredite sind unter folgendemLink nachlesbar.



Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt

Die Bürgschaftsbank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) unterstützten mit Bürgschaften für Hausbankkredite oder Beteiligungskapital als Ergänzung zum klassischen Bankkredit. Der Zugang zu Finanzierungen kann so ermöglicht werden, wenn eigenes Kapital und ausreichende Kreditsicherheiten fehlen.  Damit stellen sie kleinen und mittleren Unternehmen wirksame Finanzierungshilfen zur Verfügung, um die Corona-Epidemie wirtschaftlich gesund zu überstehen.

Die aktuellen Bürgschafts- und Garantieprogramme zur Abfederung der Corona-Krise können noch bis zum Jahresende 2021 in Anspruch genommen werden (bisher begrenzt auf 30. Juni). Der Bund hat am 1. April einer Verlängerung der Laufzeit sowie einer Anpassung der Bundesregelung Kleinbeihilfen zustimmt, mit der sich für kleine und mittlere Unternehmen unabhängig von ihrer Beschäftigtenzahl der Kleinbeihilferahmen von bisher 800.000 auf 1,8 Mio. Euro vergrößert.

Durch die „Bundesregelung Bürgschaften 2020“ bzw. die „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ verfügt die Bürgschaftsbank bis zum Jahresende über zusätzliche Beihilfeprogramme. Damit können kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen-Anhalt beihilfewertfreie Bürgschaften bis zur Höhe von 2,5 Mio. Euro und 6 Jahren Laufzeit erhalten. Auch eine 10-jährige Bürgschaftslaufzeit ist möglich. In diesem Fall wird dem Unternehmen eine Kleinbeihilfe gewährt. In beiden Varianten kann die Bürgschaftsbank bis zu 90 Prozent des Kreditausfallrisikos übernehmen. Damit können Betriebsmittel- und Investitionsdarlehen bis maximal 2,777 Mio. Euro besichert werden. Bei 80 Prozent Bürgschaftsquote kann der besicherte Kredithöchstbetrag bis zu 3,125 Mio. Euro betragen.

Im Programm für Express-Bürgschaften wurde die maximal besicherbare Kredithöhe nochmals erhöht. 

Die Programmerweiterungen im Beteiligungsgeschäft der MBG wurden ebenfalls bis zum 31. Dezember 2021 verlängert, um den Eigenkapitalverzehr vieler Unternehmen infolge der Corona-Krise ausgleichen zu können. Bund und Länder hatten dazu im vergangenen November eine Modifizierung der Rückgarantieerklärung beschlossen. Somit kann die MBG stille Beteiligungen bis zu 2,5 Mio. Euro ohne Bundeszustimmung eingehen und damit neben Investitionen auch die Finanzierung von Betriebsmitteln ermöglichen. Bei coronabedingten Beteiligungsfinanzierungen wird auf die bisher geforderte Eigenkapitalparität verzichtet, so dass das Beteiligungskapital der MBG die Höhe des im Unternehmen vorhandenen Eigenkapitals überschreiten darf.

Weitere Informationen zu den Finanzierungsprodukten der Bürgschaftsbank und MBG Sachsen-Anhalt sind abrufbar unter:  www.bb-mbg.de. Unter dem Link finanzierungsportal.ermoeglicher.de können Betriebe direkt Finanzierungsanfragen stellen. Kontaktieren Sie auch gern das Beraterteam der Handwerkskammer bei Finanzierungsfragen.



Beantragung von Zahlungsaufschub, Ratenzahlung oder Beitragsreduzierung

Ein Antrag auf Zahlungsaufschub kann durch formlosen Antrag bei der jeweiligen Behörde bzw. Institution gestellt werden. Die Bewilligung liegt jeweils im Ermessen des (Vertrags)-Partners.

Rentenversicherung (Versicherungsbeitrag)

Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind (i.d.R. über die Handwerkerrentenversicherung) und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit dem Versicherer. Sie erreichen die Deutsche Rentenversicherung unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 1000 4800.



Weitere Behörden/Institutionen und kommunale Unternehmen mit Möglichkeit auf Stundungsantrag:

  • Agentur für Arbeit (Beiträge zur Arbeitslosenversicherung)
  • ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (Rundfunkbeitrag)
  • Berufsgenossenschaft (Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung, ggf. auch zur freiwilligen Unternehmerversicherung)
  • Finanzamt (z. B. Einkommensteuervorauszahlung, Gewerbesteuervorauszahlung)
  • GEMA (GEMA-Gebühren)
  • Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer (Mitgliedsbeiträge)
  • Kranken- und Pflegeversicherung (Versicherungsbeitrag)
  • Abfallentsorgung (Kommunaler Versorger)
  • Sonstige Versicherungen (um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, unbedingt mit dem Kundendienst der Versicherung Kontakt aufnehmen)

Außerdem sollte gleichzeitig die Befreiung bzw. Verzicht auf Stundungszinsen und Sicherheitsleistungen sowie die Aussetzung der Zahlung obiger Beiträge bis zur Entscheidung des Stundungsantrages beantragt werden.

Folgende Berufsgenossenschaften bieten Stundungen/Ratenzahlungen an:



Auflistung Hilfen zur Liquiditätssicherung

Der ZDH stellt eine Kurzzusammenfassung für Hilfen zur Liquiditätssicherung in Form einer Liste zur Verfügung, die maßnahmenbezogen alle Inhalte der  ZDH-Corona-Seite bündelt.