Das Bild zeigt eine Baustelle mit einer Ampel im Vordergrund, die auf Rot steht.
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Der Konjunkturmotor im Norden Sachsen-Anhalts läuft weiterhin nicht rund. Das zeigen die aktuellen Konjunkturumfragen der Industrie- und Handelskammer Magdeburg sowie der Handwerkskammer Magdeburg.

Handwerkskonjunktur ohne SchwungKonjunkturergebnisse Herbstumfrage 2026



Zur Handwerkskammer Magdeburg gehören 10.350 Betriebe mit ca. 57.000 Beschäftigten.
In die Konjunkturauswertung zum Herbst 2026 sind 255 Antworten eingeflossen.



Zusammenfassung der Geschäftslage

Die Handwerkskonjunktur im Norden Sachsen-Anhalts verharrt im Herbst 2026 in einer verhaltenen Seitwärtsbewegung. Spürbare Wachstumsimpulse bleiben aus. Gegenüber dem Vorjahr bewerten weniger Betriebe ihre Geschäftslage mit „gut“ und mehr mit „befriedigend“. Für die kommenden Monate erwartet die Mehrheit keine Veränderung. Unter den Betrieben, die mit Veränderungen rechnen, überwiegen weiterhin die pessimistischen Einschätzungen.



Geschäftsklimaindikator

Der Geschäftsklimaindikator, errechnet als Mittelwert der Anteile einer guten oder befriedigenden aktuellen und erwarteten Geschäftslage, erreicht 81 Punkte und liegt damit gerundet auf dem Vorjahresniveau.

Konjunkturlage: Geschäftsklimaindikator
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage: Geschäftsklimaindikator. F steht für die Frühjahr- und H steht für Herbstumfrage.



Auslastung

Die durchschnittliche Auslastung der betrieblichen Kapazitäten liegt bei 77 Prozent und damit einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert.

Beschäftigung

Die Beschäftigungsentwicklung bleibt verhalten. Mehr Betriebe haben ihre Beschäftigtenzahl reduziert (12 Prozent) als erhöht (7 Prozent). Bei 81 Prozent blieb sie unverändert.

Preise

78 Prozent der Betriebe berichten von gestiegenen Einkaufspreisen. Der Kostendruck hat sich gegenüber dem Vorjahr verstärkt.

Umsatz

Die Mehrheit der Betriebe (64 Prozent) berichtet von einem konstanten Umsatz. 27 Prozent verzeichneten im dritten Quartal einen Rückgang, lediglich 9 Prozent einen Anstieg.

Investitionen

Die Investitionsbereitschaft bleibt schwach. Nur 10 Prozent der Betriebe haben ihr Investitionsvolumen erhöht. Fast jeder dritte Betrieb hat im dritten Quartal weniger investiert.



Ansprechperson:

Therese Klette-Schrills

Referentin des Präsidenten und des Hauptgeschäftsführers

Tel. 0391 6268-123

Fax 0391 6268-110

tklette--at--hwk-magdeburg.de





Geschäftslage

Geschäftslage im Kammerbezirk Magdeburg
Handwerkskammer Magdeburg
Geschäftslage im Kammerbezirk Magdeburg: Konjunktur verharrt im Herbst 2026 in einer verhaltenen Seitwärtsbewegung.

Die Handwerkskonjunktur im Norden Sachsen-Anhalts verharrt im Herbst 2026 in einer verhaltenen Seitwärtsbewegung. 40 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage mit „gut“, 45 Prozent mit „befriedigend“ und 15 Prozent mit „schlecht“. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bewertung etwas von „gut“ zu „befriedigend“ verschoben. Ein breiter Aufschwung bleibt aus.

Schwache Umsätze und Aufträge sowie gestiegene Einkaufspreise prägen die verhaltene Stimmung.

Für die kommenden Monate erwarten die meisten Betriebe eine unveränderte Geschäftslage. Knapp jeder vierte rechnet mit einer Verschlechterung, nur 9 Prozent mit einer Verbesserung. Der Ausblick ist damit etwas weniger pessimistisch als im Vorjahr. Die Hoffnung auf eine Belebung hat gegenüber dem Frühjahr jedoch nachgelassen.



Geschäftslage nach Konjunkturgruppen

gutbefriedigendschlecht
Bauhaupthandwerk40 %47 %      14 %
Ausbauhandwerk53 %34 %13 %
Handwerk für den gew. Bedarf27 %55 %18 %
Kfz-Handwerk11 %63 %26 %
Handwerk für den pers. Bedarf24 %59 %17 %
Handwerks insgesamt40 %45 %15 %

Das Ausbauhandwerk beurteilt seine aktuelle Geschäftslage unter den dargestellten Konjunkturgruppen am günstigsten: Mehr als die Hälfte der Betriebe bewertet sie mit „gut“. Im Bauhaupthandwerk trifft dies auf vier von zehn Betrieben zu.

Im Handwerk für den gewerblichen und für den persönlichen Bedarf überwiegt die Bewertung „befriedigend“. Eine gute Geschäftslage meldet jeweils etwa jeder vierte Betrieb.

Auch im Kfz-Handwerk bewertet die Mehrheit ihre Geschäftslage mit „befriedigend“. Allerdings berichten deutlich mehr Betriebe von einer schlechten als von einer guten Lage.



Betriebsauslastung

Herbst 2025   Frühjahr 2026Herbst 2026
Bis 50 Prozent11 %14 %7 %
Über 50 bis 60 Prozent9 %8 %11 %
Über 60 bis 70 Prozent12 %14 %16 %
Über 70 bis 80 Prozent18 %18 %21 %
Über 80 bis 90 Prozent17 %19 %18 %
Über 90 bis 100 Prozent23 %17 %19 %
Über 100 Prozent9 %10 %8 %

Die durchschnittliche Nutzung der betrieblichen Kapazitäten liegt mit rund 77 Prozent einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. 27 Prozent der Befragten sind zu mehr als 90 Prozent ausgelastet. Bei 7 Prozent liegt die Auslastung bei höchstens 50 Prozent.

Die höchste Auslastung weist das Bauhaupthandwerk mit rund 82 Prozent auf, gefolgt vom Ausbauhandwerk mit 81 Prozent. Im Handwerk für den gewerblichen Bedarf sind die betrieblichen Kapazitäten zu 75 Prozent ausgelastet.



Auftragsbestand und Auftragserwartungen

Geschäftslage Bauhaupthandwerk I Konjunktur Herbst 2026
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage: Aufträge

Von einem gestiegenen Auftragsbestand gegenüber dem Vorquartal berichten 11 Prozent der befragten Betriebe. Bei 35 Prozent ist der Auftragsbestand gesunken, bei 54 Prozent blieb er unverändert.

Für das kommende Quartal erwarten 28 Prozent einen Rückgang der Auftragseingänge. Lediglich 15 Prozent rechnen mit einem Anstieg.

Die Erwartungen fallen etwas weniger pessimistisch aus als im Vorjahr. Gegenüber dem Frühjahr hat die Hoffnung auf eine Belebung der Auftragseingänge jedoch nachgelassen.

Die Auftragsbücher der Betriebe sind im Durchschnitt für die nächsten acht Wochen gefüllt. Im Herbst des vergangenen Jahres lag die durchschnittliche Auftragsreichweite bei siebeneinhalb Wochen.



Beschäftigungssaldo

Geschäftslage Bauhaupthandwerk I Konjunktur Herbst 2026
Konjunkturlage: Beschäftigte

Der Beschäftigungssaldo, also die Differenz zwischen den Anteilen der Betriebe mit Personalzuwachs und -abbau, bleibt mit minus vier Prozentpunkten negativ. Die Mehrheit der Betriebe hat ihre Beschäftigtenzahl jedoch konstant gehalten und beabsichtigt dies auch für das kommende Quartal.

Unter den Konjunkturgruppen weist allein das Kfz-Handwerk einen positiven Beschäftigungssaldo auf. In den übrigen Gruppen überwiegt der Personalrückgang.

Die deutlichsten Rückgänge zeigen sich im Ausbauhandwerk und im Handwerk für den gewerblichen Bedarf mit einem Saldo von jeweils minus neun Prozentpunkten. In beiden Konjunkturgruppen hat etwa jeder sechste bis siebte Betrieb seine Beschäftigtenzahl reduziert.



Umsatzentwicklung

Umsatzentwicklung I Konjunktur Herbst 2026
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage: Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung bleibt verhalten. 27 Prozent der befragten Betriebe berichten von einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal. Lediglich 9 Prozent konnten ihre Umsätze steigern, während 64 Prozent eine unveränderte Entwicklung melden. Damit überwiegen weiterhin deutlich die Betriebe mit rückläufigen Umsätzen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der Betriebe mit Umsatzsteigerungen etwas gesunken.

Auch für das kommende Quartal zeichnet sich keine breite Belebung ab. 13 Prozent erwarten steigende Umsätze, 27 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Die Mehrheit geht von gleichbleibenden Umsätzen aus. Die Erwartungen fallen damit etwas weniger pessimistisch aus als im Vorjahr, bleiben jedoch hinter denen des Frühjahrs zurück.



Investitionsbereitschaft

Geschäftslage Bauhaupthandwerk I Konjunktur Herbst 2026
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage: Investitionsbereitschaft

Die Investitionsbereitschaft der Betriebe bleibt gering. Lediglich 10 Prozent haben ihr Investitionsvolumen gegenüber dem Vorquartal erhöht. Fast jeder dritte Betrieb hat weniger investiert, während 58 Prozent ihre Investitionen unverändert hielten. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der Betriebe mit höheren Investitionen gleich geblieben. Der Anteil mit rückläufigen Investitionen hat jedoch leicht zugenommen.

Für das kommende Quartal zeichnet sich eine weitere Abschwächung ab. Nur 8 Prozent planen eine Ausweitung ihrer Investitionen, während 38 Prozent Kürzungen erwarten. Damit fällt die Investitionsplanung sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber dem Frühjahr zurückhaltender aus. Impulse für eine Belebung der Investitionstätigkeit sind bislang nicht erkennbar.



Einkaufspreise

Einkaufspreise in der Konjunkturlage I Konjunktur Herbst 2026
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage: Einkaufspreise

Der Kostendruck hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verstärkt. 78 Prozent der Betriebe berichten von gestiegenen Einkaufspreisen. Drei Viertel erwarten weitere Preissteigerungen im kommenden Quartal.



Verkaufspreise

Geschäftslage Bauhaupthandwerk I Konjunktur Herbst 2026
Konjunkturlage: Verkaufspreise

40 Prozent der Betriebe haben ihre Verkaufspreise angehoben. Damit geben deutlich weniger Betriebe Preissteigerungen im Verkauf als im Einkauf an. Für das kommende Quartal planen 41 Prozent höhere Verkaufspreise.







Konjunkturlage nach Handwerksgruppen



Bauhaupthandwerk



Geschäftslage Bauhaupthandwerk I Konjunktur Herbst 2026
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Bauhaupthandwerk: Geschäftslage

Konjunkturlage: Erwartungen im Bauhaupthandwerk
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Bauhaupthandwerk: Erwartungen



Die aktuelle Geschäftslage im Bauhaupthandwerk ist überwiegend befriedigend, die Erwartungen bleiben jedoch verhalten. 40 Prozent der Betriebe bewerten ihre Lage mit „gut“, weitere 47 Prozent mit „befriedigend“. Für das kommende Quartal erwartet ein Drittel eine Verschlechterung. Lediglich 7 Prozent rechnen mit einer Verbesserung.

Die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten liegt mit rund 82 Prozent über dem Durchschnitt des Handwerks. Die Auftragsbücher sind für die nächsten 10,1 Wochen gefüllt. Allerdings berichten 37 Prozent von gesunkenen Auftragsbeständen. Für das kommende Quartal erwarten 42 Prozent rückläufige Auftragseingänge.

Auch die Beschäftigungsentwicklung bleibt leicht negativ: 7 Prozent der Betriebe haben Personal aufgebaut, 12 Prozent ihre Beschäftigtenzahl reduziert. Die große Mehrheit hielt den Personalbestand unverändert.



Ausbauhandwerk



Konjunkturlage im Ausbauhandwerk: Geschäftslage
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Ausbauhandwerk: Geschäftslage

Konjunkturlage im Ausbauhandwerk: Erwartungen
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Ausbauhandwerk: Erwartungen



Das Ausbauhandwerk beurteilt seine aktuelle Geschäftslage vergleichsweise günstig. 53 Prozent der Betriebe bewerten sie mit „gut“, weitere 34 Prozent mit „befriedigend“. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung liegt bei 81 Prozent, die Auftragsreichweite bei 8,4 Wochen.

Für die kommenden Monate bleiben die Erwartungen verhalten: 14 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, 16 Prozent mit einer Verschlechterung der Geschäftslage. Die Mehrheit erwartet keine Veränderung.

Auch die Beschäftigungsentwicklung bleibt negativ. 6 Prozent der Betriebe haben Personal aufgebaut, 15 Prozent ihre Beschäftigtenzahl reduziert.



Umsatzherkunft im Bauhandwerk

51 Prozent der Umsätze kommen aus dem Wohnungsbau, 29 Prozent aus dem Wirtschaftsbau, 12 Prozent aus dem öffentlichen Hochbau und 9 Prozent aus dem Tiefbau.



Handwerk für den gewerblichen Bedarf



Konjunkturlage im Handwerk für den gewerblichen Bedarf: Geschäftslage
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Handwerk für den gewerblichen Bedarf: Geschäftslage

Konjunkturlage im Handwerk für den gewerblichen Bedarf: Erwartungen
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Handwerk für den gewerblichen Bedarf: Erwartungen



Die Geschäftslage im Handwerk für den gewerblichen Bedarf bleibt verhalten. 27 Prozent der Betriebe bewerten sie mit „gut“, 55 Prozent mit „befriedigend“ und 18 Prozent mit „schlecht“.

Für das kommende Quartal erwartet knapp ein Drittel eine Verschlechterung der Geschäftslage. Nur 6 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, während knapp zwei Drittel von einer unveränderten Entwicklung ausgehen.

Die Auftragsreichweite liegt bei durchschnittlich 9,5 Wochen, die Kapazitätsauslastung bei 75 Prozent. Allerdings berichten 39 Prozent von gesunkenen Auftragsbeständen. Auch für die kommenden Monate überwiegen die Erwartungen rückläufiger Auftragseingänge.



Kfz-Handwerk



Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Geschäftslage
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Geschäftslage

Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Erwartungen
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Erwartungen



Die Geschäftslage im Kfz-Handwerk wird überwiegend mit „befriedigend“ bewertet. Dies geben 63 Prozent der befragten Betriebe an. 11 Prozent beurteilen ihre Lage mit „gut“, 26 Prozent mit „schlecht“. Damit überwiegen die negativen gegenüber den positiven Lagebewertungen.

Auch die Erwartungen bleiben zurückhaltend: 37 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung, lediglich 5 Prozent mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Die Mehrheit erwartet keine Veränderung.

Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung liegt bei 72 Prozent.



Handwerk für den persönlichen Bedarf



Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Geschäftslage
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Geschäftslage

Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Erwartungen
Handwerkskammer Magdeburg
Konjunkturlage im Kfz-Handwerk: Erwartungen



Die Geschäftslage im Handwerk für den persönlichen Bedarf bleibt verhalten. 24 Prozent der Betriebe bewerten sie mit „gut“, 59 Prozent mit „befriedigend“ und 17 Prozent mit „schlecht“. Für das kommende Quartal erwarten 69 Prozent eine unveränderte Lage. 21 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung, 10 Prozent mit einer Verbesserung.

Die Beschäftigtenzahl blieb bei 86 Prozent der Betriebe unverändert. 10 Prozent haben Personal abgebaut, lediglich 3 Prozent zusätzliche Beschäftigte eingestellt.

Auch die Umsatzentwicklung zeigt wenig Bewegung: Rund zwei Drittel berichten von gleichbleibenden Umsätzen, ein Drittel von Rückgängen. Umsatzsteigerungen meldet keiner der befragten Betriebe.



Lebensmittelhandwerk

Die wirtschaftliche Lage der Bäcker, Fleischer und Konditoren bleibt angespannt. Hohe Personal-, Energie- und Rohstoffkosten treffen auf eine zurückhaltende Kundschaft.

Mit handwerklicher Qualität und zusätzlichen Angeboten wie Imbiss, Café und Catering versuchen die Betriebe, Kunden zu gewinnen und zu binden. Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft bietet saisonale Chancen. Allerdings sind Fachkräfte für Produktion, Verkauf und Service schwer zu finden.



Gesundheitshandwerk

Die wirtschaftliche Lage der Gesundheitshandwerke bleibt durch hohe Personal- und Materialkosten sowie erheblichen bürokratischen Aufwand belastet. Insbesondere bei Leistungen für gesetzlich Versicherte können Kostensteigerungen nur begrenzt über höhere Vergütungen ausgeglichen werden. Dies setzt die Erträge unter Druck und erschwert Investitionen sowie die Gewinnung und Bindung von Fachkräften.

Die Verbände warnen, dass weitere Einsparungen zulasten der Gesundheitshandwerke die wohnortnahe Versorgung insbesondere im ländlichen Raum gefährden könnten.





Betriebsstatistik



Betriebsstatistik nach Handwerksgruppen

Mit rund 50 Prozent gehört die Hälfte der Handwerksbetriebe zum Bauhaupt- und Ausbauhandwerk. Weitere 24 Prozent entfallen auf das Handwerk für den persönlichen Bedarf. Rund 11 Prozent gehören zum Handwerk für den gewerblichen Bedarf, darunter Gebäudereiniger, Metallbauer und Informationstechniker. Das Kfz-Handwerk stellt rund 9 Prozent der Betriebe. Auf das Lebensmittelhandwerk entfallen knapp 3 Prozent, auf die Gesundheitshandwerke als kleinste Gruppe gut 2 Prozent.

Insgesamt ist der Betriebsbestand seit Jahresbeginn um 1,5 Prozent gesunken. Den stärksten prozentualen Rückgang verzeichnet das Bauhaupthandwerk. Ein leichter Zuwachs zeigt sich ausschließlich im Handwerk für den persönlichen Bedarf; im Gesundheitshandwerk bleibt der Bestand unverändert.

KonjunkturgruppeBestand am
01.01.2026
Bestand am
30.09.2026
Veränderung
in %
Bauhaupthandwerk1.4541.404-3,4 %
Ausbauhandwerk3.8983.819-2,0 %
Handwerk für den
gew. Bedarf
1.1861.164-1,9 %
Kfz-Handwerk982973-0,9 %
Lebensmittelhandwerk271267-1,5 %
Gesundheitshandwerk249249-0,0 %
Handwerk für den
pers. Bedarf
2.4662.4740,3 %
Insgesamt10.50610.350-1,5 %


Betriebsstatistik nach Anlage der Handwerksordnung

Mit 7.607 Betrieben entfallen knapp drei Viertel aller Handwerksbetriebe auf die zulassungspflichtigen Handwerke der Anlage A.

Weitere 18 Prozent gehören mit 1.858 Betrieben zu den zulassungsfreien Handwerken der Anlage B1. In der Anlage B2 sind 885 Betriebe der handwerksähnlichen Gewerke eingetragen. Dies entspricht knapp 9 Prozent des Gesamtbestandes.

Bestand am
01.01.2026
Bestand am
30.09.2026
Veränderung
seit Jahresbeginn
Anlage A7.7277.607-1,6 %
Anlage B11.8771.858-1,0 %
Anlage B2902885-1,9 %
Insgesamt10.50610.350-1,5 %




Betriebsstatistik nach Landkreisen

Anlage AAnlage B1Anlage B2InsgesamtVeränderung seit Jahresbeginn
Altmarkreis
Salzwedel
774153761.003-2,5 %
Börde1.3642791531.796-2,2 %
Harz1.5833601682.111-0,6 %
Jerichower
Land
7551711071.033-1,9 %
Magdeburg1.2084761551.839-0,5 %
Salzlandkreis*9652161131.294-1,3 %
Stendal9582031131.274-2,3 %
Insgesamt7.6071.85888510.350-1,5 %

*Der Salzlandkreis gehört nur anteilig zum Kammerbezirk. 





Aufstellung der Betriebe nach Gewerken

Die Aufstellung der Betriebe nach Gewerken finden Sie als PDF-Download unter Zahlen, Daten, Fakten.