BAV online
Handwerkskammer Magdeburg

Der Lehrvertrag online

Schnell und einfach einen Lehrvertrag ausfüllen, ändern und das PDF gleich ausdrucken - mit Onlineassistent.

Mit dem Lehrvertrag Online können Sie schnell und kostenlos einen neuen Lehrvertrag (Berufsausbildungsvertrag, Ausbildungsvertrag) erstellen. Der kostenlose Onlineassistent hilft Ihnen beim Ausfüllen der notwendigen Felder.

  Einen Lehrvertrag erstellen

Sie bilden erstmalig oder nach längerer Pause wieder aus? Dann vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Ihrem zuständigen Ausbildungsberater.

Auch bei allen weiteren Fragen zur Ausbildung helfen wir Ihnen gern weiter - hier finden Sie Ihre zuständigen Ansprechpartner.

Der Ausbildungsbetrieb muss dem Auszubildenden eine angemessene Vergütung zahlen, die mindestens jährlich ansteigen muss (§ 17 BBiG). Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat ist spätestens am letzten Arbeitstag dieses Monats zu zahlen (§ 18, Abs. 2 BBiG). Der Auszubildende hat einen Anspruch auf eine schriftliche Lohnabrechnung.

Tarifgebundenheit des Ausbildenden

Ist der Ausbildende an einen einschlägigen Branchen-(Ausbildungs-)Tarifvertrag gebunden und sieht dieser Ausbildungsvergütungshöhen unterhalb der gesetzlichen Mindestvergütung vor, ist die Vergütung auch dann noch angemessen im Sinne des § 17 Abs. 2 BBiG, wenn der Ausbildende die geringere tarifliche Vergütung zahlt. Das bedeutet Tarifverträge haben Vorrang vor der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung, wenn der Ausbildende tarifgebunden ist. Eine Benennung des konkreten Tarifvertrages und dessen Laufzeit im Ausbildungsvertrag unter Punkt F „Sonstige Vereinbarungen“ ist zwingend notwendig.

Im Lehrvertrag online können Sie unter dem Punkt D die tariflichen Ausbildungsvergütungen ermitteln.

Keine Tarifbindung des Ausbildenden

Fällt das Ausbildungsverhältnis zwar in den Geltungsbereich eines einschlägigen Tarifvertrages, der aber nicht für allgemeinverbindlich erklärt worden ist oder an den der Ausbildende nicht gebunden ist, darf der Ausbildende die tariflich vereinbarte Ausbildungsvergütungshöhe um nicht mehr als 20 Prozent unterschreiten.

Der Ausbildende muss also mindestens 80 Prozent der tarifvertraglichen Vergütungshöhe gewähren, wobei die absolute Untergrenze die Höhe der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung bildet.

Falls dies zutreffend ist, bitte unter Punkt F  „Sonstige Vereinbarungen“ des Berufsausbildungsvertrages einen Vermerk machen, dass keine Tarifbindung besteht. Erfahrungsgemäß können jedoch Betriebe, die unter Tarif und damit weniger als die Konkurrenz bezahlen, wesentlich schwerer Auszubildende gewinnen bzw. halten. Daher wird empfohlen, sich an der tariflichen Vergütung zu orientieren.

Wichtige Hinweise:

  • Fällt ein Ausbildungsbetrieb in den Anwendungsbereich mehrerer Tarifverträge (sog. Mischbetrieb) ist der Tarifvertrag derjenigen Gewerkschaft maßgeblich, die zum Zeitpunkt des Abschlusses im Betrieb die meisten in einem Arbeitsverhältnis stehenden Mitglieder hat. (§4a TVG).

  • Zahlt der Betrieb 20 % unter Tarif, muss er Tariferhöhungen insoweit nachvollziehen, dass er maximal 20 % unter der Tariferhöhung liegt.

Mindestausbildungsvergütung

Die Mindestausbildungsvergütung (MiAV) stellt seit dem 01.01.2020 die gesetzliche Untergrenze für die Angemessenheit der gezahlten Ausbildungsvergütung dar, wenn es keinen einschlägigen Tarifvertrag oder branchenübliche Vergütung gibt.

Bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse, die vor dem 01.01.2020 begonnen haben, werden von den Regelungen zur MiAV jedoch nicht erfasst.

Für Lehrverträge, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. des jeweiligen Jahres beginnen, gelten nunmehr folgende gesetzliche Mindestausbildungsvergütungen (falls keine anderen tariflichen Bestimmungen vorliegen):

Jahr1. Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr3. Ausbildungsjahr4. Ausbildungsjahr
ab 01.01.2021550,00 Euro649,00 Euro742,50 Euro770,00 Euro
ab 01.01.2022585,00 Euro690,30 Euro789,75 Euro819,00 Euro
ab 01.01.2023620,00 Euro731,60 Euro837,00 Euro868,00 Euro

Ab 01.01.2024 wird die Mindestausbildungsvergütung jährlich entsprechend der durchschnittlichen Steigerung aller Ausbildungsvergütungen angepasst

Die neue Ausbildungsordnung wird dem immer größeren Aufgabenspektrum, den steigenden Anforderungen an Qualität und Service sowie der zunehmenden Spezialisierung gerecht. Das Arbeitsgebiet des Maler- und Lackiererhandwerks reicht mittlerweile von der Gestaltung von Bauwerken, Räumen und Fahrzeugen, der Erstellung von Wärmedämm-Verbundsystemen, der Betonoberflächeninstandsetzung, der Ausführung von Ausbau- und Montagearbeiten, der Restaurierung historischer Gebäude, der Konservierung denkmalgeschützter Objekte über Schrift- und Werbegestaltung bis hin zu zahlreichen Spezialaufgaben wie Holz-, Bauten- und Korrosionsschutz.

Aufgrund der Energiewende und der verstärkten Tätigkeit in dem Bereich Putz-, Stuck-, Trockenbau oder Verglasungsarbeiten, steht zum 1. August 2021 eine Neuordnung in den Ausbildungsberufen des Maler- und Lackiererhandwerks bevor.

Die Zahl der Fachrichtungen wird dabei von drei auf fünf ausgeweitet:

  • Gestaltung und Instandhaltung
  • Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik (neu)
  • Kirchenmalerei und Denkmalpflege
  • Bauten- und Korrosionsschutz
  • Ausbautechnik und Oberflächengestaltung (neu)
Weiterhin wurde die gestreckte Gesellenprüfung in die neue Ausbildungsverordnung aufgenommen. Demnach fließt das Ergebnis der Gesellenprüfung Teils 1 mit 30 Prozent und die Gesellenprüfung Teil 2 mit 70 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Die bisherige zweijährige Ausbildung zum/zur Bauten- und Objektbeschichter/in ist in der neuen Ausbildungsverordnung nicht mehr geregelt und wird durch die Neuordnung des Ausbildungsberufs aufgehoben. Bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse sind davon nicht betroffen.

Die neue Ausbildungsordnung finden Sie unter diesem Link beim Bundesanzeiger.

Ihre Ansprechpartnerin:

Silke Handschuck
Ausbildungsberaterin

Tel. 0391 6268-181
Fax 0391 6268-110
shandschuck--at--hwk-magdeburg.de
Am 30. April 2021 wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die erste Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Berufsausbildung zum Friseur / zur Friseurin erlassen und am 7. Mai 2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht (BGBl. I, 2021 Nr. 20, S. 861ff). Die Änderungsverordnung tritt am 1. August 2021 in Kraft. Wesentliche Änderungen betreffen den Wegfall der Wahlqualifikationseinheit „Nageldesign/-modellage“, sowie die Streichung des situativen Fachgesprächs in Teil I der Gesellenprüfung.

Die zu wählenden Wahlqualifikationen bestehen nun aus:

  • Visagistik
  • Langhaarfrisuren
  • Haarersatz
  • Coloration
Darüber hinaus hat es Änderung hinsichtlich der Begrifflichkeiten gegeben. So ist bspw. „Klassische Friseurarbeit“ in „Basisfriseurarbeit“ geändert worden. Des Weiteren sind geringe Änderungen hinsichtlich der Gesellenprüfung Teil 2 erfolgt.

Inhaltlich (im Ausbildungsrahmenplan) hat es nur Ergänzungen hinsichtlich der integrativen Inhalte wie Tarifrecht, Sicherheit, Gesundheit bei der Arbeit, Umweltschutz und Vermittlung digitaler Kompetenzen im Rahmen der Ausbildung, was dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ein wichtiges Anliegen ist, gegeben. Fachliche Veränderungen im Ausbildungsrahmenplan haben nicht stattgefunden!

Die benannte Änderungsverordnung finden Sie unter diesem Link zum Bundesgesetzblatt.

Ihr Ansprechpartner:

Krause, Andreas Handwerkskammer Magdeburg

Andreas Krause
Ausbildungsberater

Tel. 0391 6268-158
Fax 0391 6268-110
akrause--at--hwk-magdeburg.de
Die „Verordnung zur Neuordnung der Ausbildung in handwerklichen Elektroberufen“ vom 30. März 2021 regelt ab 1. August 2021 in Form einer Mantelverordnung die Berufsausbildung im gesamten Elektrohandwerk, welche zukünftig folgende Ausbildungsberufe umfasst:

  • Elektroniker/in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik,
  • Elektroniker/in Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik,
  • Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration,
  • Informationselektroniker/in,
  • Elektroniker/in für Maschinen- und Antriebstechnik nach der Handwerksordnung
Die Ausbildung zum/r Elektroniker/in für Maschinen- und Antriebstechnik wird zukünftig im Handwerk und der Industrie durch zwei separate Ausbildungsordnungen geregelt. Diese unterscheiden sich zwar nicht bezüglich der zu vermittelnden Ausbildungsinhalte, aber in einigen Aspekten der Abschlussprüfung. Für Handwerksbetriebe gilt zu beachten, dass im Elektromaschinenbau nur noch solche neuen Ausbildungsverhältnisse bzgl. der Prüfungsmodalitäten und der statistischen Erfassung dem Handwerk zugeordnet werden können, die zukünftig auf Grundlage der „Verordnung über die Berufsausbildung zum/r Elektroniker/in für Maschinen- und Antriebstechnik nach der Handwerksordnung“ abgeschlossen werden. Mit dem/r Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration ist im Rahmen der Neuordnung ein Ausbildungsberuf neu geschaffen worden. Alle alten Verordnungen zur Regelung der Ausbildung im Elektrohandwerk treten damit ab 1. August 2021 außer Kraft.

Auf die bereits laufenden Vertragsverhältnisse hat die Neuordnung keine Auswirkung. Diese werden nach der alten Verordnung weiter ausgebildet und geprüft.

Die neuen Ausbildungsverordnungen finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesetzblattes.

Ihre Ansprechpartnerin:

Wölfert, Sabine Handwerkskammer Magdeburg

Sabine Wölfert
Ausbildungsberaterin

Tel. 0391 6268-156
Fax 0391 6268-110
swoelfert--at--hwk-magdeburg.de


 Förderung im Rahmen des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern"

Mit dem Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" sollen Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt und dazu motiviert werden, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen.

 hier finden Sie mehr Informationen dazu



 Betriebsnummern für Arbeitgeber

Seit dem 1. Januar 2021 ist in allen Ausbildungsverträgen zwingend die von der Bundesagentur für Arbeit vergebene Betriebsnummer der Ausbildungsstätte (kurz: BA-Betriebs-Nr.) anzugeben. Der Betriebsnummern-Service der Bundesagentur für Arbeit vergibt die Betriebsnummern und erfasst die erforderlichen Betriebsdaten. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die Betriebsnummer elektronisch zu beantragen.

 Hier geht es zum Betriebsnummern-Service.



 Fahrtkosten- und Internatszuschüsse für Schüler auswärtiger Berufsschulen (RabAz)

Auszubildende können seit dem 01.02.2019 auf Antrag beim Landesschulamt eine finanzielle Unterstützung bei dem Besuch einer auswärtigen Berufsschule erhalten. Die gesamten Bedingungen für eine Förderung sowie den entsprechenden Antrag finden Sie im Link:

 Für mehr Infos hier entlang.



 Das Azubi-Ticket

Für 50 Euro im Monat können Auszubildende innerhalb des Bundeslandes Sachsen-Anhalt mit Bus und Bahn zum Betrieb, zur Berufsschule und zur  überbetrieblichen Bildungsstätte fahren. Das Ticket gilt auch in der Freizeit. Voraussetzung ist ein Abo-Vertrag mit einem der sieben  erkaufenden Verkehrsunternehmen.

 Hier gibt es weitere Infos zum Thema Azubi-Ticket.



 Der Knigge für Auszubildende

Was gehört sich als Azubi und was sollte man im Lehrbetrieb lieber sein lassen? Unser Knigge für Auszubildende klärt auf - und gibt sogar zusätzliche Tipps, wie man sich als Auszubildende*r in Zeiten von Hygiene- und Abstandsregeln während der Corona-Pandemie richtig verhält.

Der Flyer ist  hier als PDF-Datei hinterlegt.