Nachwuchs frühzeitig gewinnen: Ausbildungsbetriebe sollten BRAFO nutzen
Das Berufsorientierungsprogramm BRAFO geht bis Ende 2028 in eine neue Förderrunde - BRAFO steht für "Berufwahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren." Für Handwerksbetriebe bietet das Landesprogramm eine wertvolle Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Ausbildungsberufe zu begeistern und potenzielle Nachwuchskräfte kennenzulernen.
Junge Menschen profitieren davon, praxisnah und in ihrer Region in verschiedene Berufsbilder hineinschnuppern zu können. BRAFO hilft den Fachkräften von morgen, ihre eigenen Stärken zu entdecken und fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft zu treffen.
Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Berufsorientierung trifft Fachkräftesicherung
Wie fühlt es sich an, mit Holz, Metall oder Lebensmitteln zu arbeiten? Welche Aufgaben übernimmt eine Anlagenmechanikerin? Und welche Fähigkeiten braucht ein Elektroniker?
Viele Jugendliche können sich unter einem Ausbildungsberuf zunächst nur wenig vorstellen. Genau hier setzt das Landesprogramm BRAFO – Berufswahl Richtig Angehen und Frühzeitig Orientieren an. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 erhalten die Gelegenheit, unterschiedliche Tätigkeiten auszuprobieren und ihre persönlichen Interessen und Stärken zu entdecken.
Das Programm wird bis Ende 2028 fortgeführt. Landesweit beteiligen sich derzeit 243 Schulen, darunter 81 Förderschulen. Rund 11.000 Schülerinnen und Schüler nehmen jährlich an Werkstatttagen, Betriebserkundungen und Praktika teil.
Jeder junge Mensch verdient die Chance, die eigenen Talente zu entdecken und den passenden beruflichen Weg zu finden. Deshalb setzen wir das erfolgreiche Landesprogramm BRAFO gemeinsam konsequent fort – zum Nutzen der Schülerinnen und Schüler, aber auch als Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
Jan Riedel, Minister für Bildung
Ausbildungsbetriebe können frühzeitig Kontakte knüpfen
Von BRAFO profitieren nicht nur Jugendliche und Schulen. Auch Handwerksbetriebe können das Programm gezielt für ihre Nachwuchsgewinnung nutzen.
Wer jungen Menschen Einblicke in den eigenen Betrieb ermöglicht, macht Ausbildungsberufe praktisch erlebbar. Schülerinnen und Schüler lernen Tätigkeiten, Arbeitsabläufe und mögliche Karrierewege unmittelbar vor Ort kennen. Gleichzeitig erhalten Betriebe die Chance, mit interessierten Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sich als attraktiver Ausbildungsbetrieb in der Region zu präsentieren.
Aus einer ersten Betriebserkundung kann später ein Praktikum, ein Ferienjob oder sogar ein Ausbildungsverhältnis entstehen. Gerade weniger bekannte Berufe können durch praktische Erfahrungen deutlich besser überzeugen als durch eine reine Berufsbeschreibung.
Unsere Empfehlung: Nutzen Sie BRAFO für Ihr Recruiting
Ausbildungsbetriebe sollten frühzeitig den Kontakt zu BRAFO-Trägern, Schulen und weiteren Akteuren der Berufsorientierung suchen. Möglichkeiten zur Beteiligung sind beispielsweise:
- Betriebserkundungen für Schulklassen,
- praktische Aufgaben und Mitmachangebote,
- Schülerpraktika,
- Gespräche mit Auszubildenden,
- Vorstellungen von Ausbildungsberufen und Karrierewegen.
Wichtig ist, dass Jugendliche selbst aktiv werden können und einen realistischen, verständlichen Einblick in den Berufsalltag erhalten. Besonders überzeugend ist es, wenn aktuelle Auszubildende von ihren Erfahrungen berichten und Fragen auf Augenhöhe beantworten.
Liebe Ausbildungsbetriebe: Nutzen Sie BRAFO, um Ihr Unternehmen und Ihre Ausbildungsberufe frühzeitig sichtbar zu machen. Wer heute Einblicke ermöglicht, gewinnt möglicherweise die Fachkräfte von morgen.
Hintergrund zum Landesprogramm BRAFO
BRAFO wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Sachsen-Anhalt, der Bundesagentur für Arbeit sowie des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative Bildungsketten gefördert.
Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt und die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit begleiten das Programm. Unterstützt werden sie von der BRAFO-Netzwerkstelle, die durch das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung umgesetzt wird.
Informationen und Kontakt
Weitere Informationen zu BRAFO, zur Teilnahme und zu den Angeboten erhalten interessierte Betriebe, Schulen und Eltern bei der BRAFO-Netzwerkstelle.
E-Mail: info-brafo@f-bb.de
Telefon: 0391 504 793 11
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